Hortensienträume

Von alten Schätzen...

Mit Gartenbuddelei auf Reisen...

Einblicke in die Niederländische Gartenkunst

Mein Gartenparadies

Aus meinem Herbstgarten

Freitag, 13. Juli 2018

Spaziergang durch den Juli-Garten



Habt Ihr Lust, mich auf einem kleinen frühmorgendlichen Spaziergang durch meinen Juli-Garten zu begleiten?


Frühmorgens ist hier die schönste Zeit: Das Licht der Sonne scheint zauberhaft durch die Blätter des alten Kirschbaums und taucht den Garten mit goldenen Sonnenflecken in ein zartes Licht.


Die Hortensien blühen in diesem Jahr so üppig und schön wie kaum in einem Jahr zuvor. Während der großen Hitze verlangen sie mir allerdings auch Einiges ab: Sie brauchen wirklich jeden Tag ausreichend Wasser, um sich nicht hängen zu lassen. Leider werden die Blüten schnell braun, wenn sie nicht ausreichend und regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Zum Glück haben wir hier einen eigenen Hausbrunnen, der uns zuverlässig mit dem benötigten Nass versorgt.


Auf Instagram erreichen mich immer wieder erstaunte Ausrufe zu meinem "immer noch perfekten Knotengarten" *lach*. Ich weiß, auch auf diesen Fotos sieht er rundum gesund und fröhlich aus - ganz so ist es in Wirklichkeit allerdings nicht *seufz*. Im Moment steht er zwar ganz gut da, weil er nach dem Schnitt Ende Mai inzwischen kräftig neu ausgetrieben ist und so der Eindruck entsteht, dass es ihm an nichts fehlt.


Ehrlicherweise muss ich aber zugeben, dass er derzeit (immer noch) vom Buchsbaumpilz und auch vom Zünsler arg gebeutelt ist. Einige Wochen war zumindest mit dem Zünsler ein wenig Ruhe eingekehrt, nun hat sich allerdings die zweite Raupengeneration auf den Weg gemacht, um es sich in meinen Buchspflanzen gemütlich zu machen.


In diesem Jahr ist alles viel früher als sonst, oder? Meine Phloxe stehen schon in voller Blüte und sogar meine Herbstanemonen stehen kurz davor. Und die Fetthennen lassen auch nicht mehr allzu lange auf sich warten - Chrysanthemen gibt es auch schon überall zu kaufen!


Ich frage mich schon etwas besorgt, was denn dann im September noch blühen soll?


Ab morgen werde ich übrigens die "Reise meines Lebens" antreten *lach*. Bestimmt schon zwanzig Jahre (wenn nicht sogar länger) träume ich von einer Reise ins Land der Gärtner - nach England. Und jetzt endlich ist es so weit! Zusammen mit meiner Mutter werde ich eine geführte Busreise nach Kent unternehmen, um uns dort eine Woche lang die wunderschönsten Gärten anzusehen!


Besonders freue ich mich persönlich auf den Besuch von Sissinghurst Garden, der schon sooo lange auf meiner Favoritenliste steht, weil ich gerne selber einmal in die Gartenwelt von Vita Sackville-West eintauchen möchte. Und nun endlich ist es so weit!


Ich werde Euch bestimmt reichlich Fotos aus all den tollen und besonderen Gärten dort mitbringen - habt Ihr Lust?


Für heute verabschiede ich mich also für einige Tage von Euch, wünsche Euch eine zauberhafte Sommerzeit und komme ganz bald mit vielen (Garten-)Eindrücken wieder zurück!


Mittwoch, 11. Juli 2018

Eine Reise ins Unbekannte ... Teil 3 / Garten Christensen


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Heute geht es weiter mit unserer Reise ins Unbekannte.

Nächster Halt - bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad - war der Garten von Gabriele Christensen in Lüdinghausen. Schon beim Aussteigen war uns klar, dass hier eine versierte Gartenplanerin am Werk war. Frau Christensen bietet umfangreiche Gartenplanungen und -beratungen an - eine Tätigkeit, der sie sich mit Herz und Seele verschrieben hat, wie wir schon sehr bald erfahren durften.




Im wunderschönen Innenhof zwischen dem ehemaligen Stallgebäude und dem Wohngebäude wurden wir von ihr mit einem Gläschen Prosecco erwartet und sie erzählte ausführlich über Entstehung, Konzept und Bepflanzung des Bauerngartens. Hierbei hatte sie viele interessante Informationen für uns, denn Frau Christensen ist als studierte Gartenarchitektin natürlich auch begeisterte Gärtnerin und konnte uns mit ihrem umfangreichen Fachwissen mit ihrer Gartenbegeisterung anstecken.



Der Garten gehört zu einem restaurierten Münsterländer Kotten aus dem Jahr 1898. Wunderschön sind die blauen Fensterläden und Türen anzusehen, die dem Haus so ein wohliges Äußeres verleihen.


Der traditionelle Münsterländer Bauerngarten wurde im Jahr 2004 umgestaltet und in seiner Form modern interpretiert, denn überraschenderweise sind die Wege hier nicht gerade angelegt, sondern durchqueren den Bauerngarten diagonal.



In den Beeten blühen über 100 verschiedene Stauden, Rosen und Dahlien, vorwiegend in den Farben rosa, blau und weiß. Radieschen, Pflücksalat, Spinat, grüner Spargel, Fenchel, Rote Bete, Mangold und Rotkohl sind einige der vielen Gemüsesorten, die sich hier in diesem von hohen Hecken umfassten Gartenteil zusammenfinden.




Nach unserem ausführlichen Gartenrundgang durften wir uns noch bei selbstgebackenem Rosinenbrot und Kaffee ein wenig der Ruhe und Besinnlichkeit dieses Gartens hingeben, bevor es für uns hieß, wieder in den Bus zu steigen und uns auf die letzte Etappe unserer geheimnisvollen Gartentour zu machen.......







So eine Hübsche, findet Ihr nicht? Ich war kurz versucht, sie bei der Abreise in meiner Tasche mitzunehmen *lach*... Warum sie so interessiert nach oben starrt? Sie lag direkt unter einer gut besuchten Futterstelle für Vögel und war für nichts Anderes zu begeistern *lach*.

Sonntag, 24. Juni 2018

Eine Reise ins Unbekannte ... Teil 2 / Burg Hülshoff (und Gewinner)


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Auf unserer "Reise ins Unbekannte" auf Einladung des Landkreises Coesfeld führte uns unsere nächste Etappe zur wunderschönen Burg Hülshoff. Die Burg ist Stammsitz eines alten westfälischen Adelsgeschlechts, das die Geschichte des Fürstbistums und der Stadt Münster maßgeblich mitgeprägt hat. Das bei weitem bekannteste Familienmitglied aber war die große deutsche Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff.



Der gelungene Renaissancebau aus den Jahren 1540 - 1545 wurde im 11. Jahrhundert erstmalig urkundlich erwähnt. Von 1417 - 2012 war die Burg Stammsitz der Freiherren Droste zu Hülshoff, die Dichterin Annette von Droste zu Hülshoff wurde hier geboren. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Anlage in Formen des Barock erneuert und erweitert.



Heute beherbergt sie ein Familienmuseum und ein Café/Restaurant. Von letzterem durften wir uns bei unserer Ankunft erstmal ausgiebig verwöhnen lassen, denn malerisch unter einem großen Baum gelegen, erwartete uns eine festlich gedeckte Tafel mit köstlichem Essen im weitläufig angelegten Park. So konnten wir in aller Ruhe unsere Eindrücke austauschen und uns näher kennen lernen.



Bei einer privaten Führung durch den Park erklärte uns Margit Dohrenbusch im Anschluss anschaulich die Geschichte der Burg und besonders die Entstehungsgeschichte des großzügigen Parks. Während der Führung beeindruckte sie uns mit auswendig rezitierten Gedichten von Annette von Droste Hülshoff und ihrem umfangreichen Fachwissen.



Unten habe ich Euch mal Fotos aus dem Restaurant in der Burg mitgebracht, das sich in einem beeindruckenden Gewölbe befindet.


Nach einem ausgiebigen Rundgang durch den wunderschönen Park mit seinen vielen beeindruckend großen Bäumen ging es dann aber auch schon weiter auf unserer "Reise ins Unbekannte". Wohin? Das verrate ich Euch ganz bald....


Ganz zum Schluss möchte ich Euch aber natürlich noch mitteilen, wer denn das beleuchtete Fensterbank-Minigewächshaus gewonnen hat. Der Preis geht diesmal an die liebe Bianca, die folgenden Kommentar hinterlassen hat:


Liebe Anja,
Hier spring ich noch ganz schnell in den Lostopf. Seitdem ich erkrankt und berentet bin finde ich besonders viel Freude daran den kleinen Samenkörnchen und Pflänzchen beim wachsen zuzusehen. Es ist doch einfach etwas Tolles. Ganz besonders würde mich ein Bild deines Kirschbaumes mit den Walderdbeeren darunter interessieren.
Süßeste Grüße, Bianca



Herzlichen Glückwunsch, liebe Bianca! Sende mir bitte Deine Adresse per Mail an
mail-an-gartenbuddelei@gmx.de
zu, dann macht sich der Gewinn ganz schnell auf den Weg zu Dir!

Mittwoch, 20. Juni 2018

Zuckersüße Walderdbeeren





Die Walderdbeere


Ich kam zu dir ins Blätterbett und lag in deinem Schoß,
ich die verborg`ne Frucht entdeckt, am Waldrand nah beim Moos.

Lustvoll, neugierig die Hände, zärtlich weich das güld`ne Licht,
gleitest du in meine Fänge, fanden meine Lippen dich.

Dein reifen Frucht, voll Morgentau, betörend ist dein Duft,
still ich den Durst aus reiner Quell`, am Spalt der Waldeskluft.

Am Gaumen frech die Beere, gar lieblich ihr Genuss,
nach der ich mich verzehre, zur höchsten Erdbeer Lust.

(Heinrich Soucha)


Dieses Jahr haben sich die kleinen süßen Walderdbeeren in meinem Garten ausgebreitet wie noch nie. Unter dem Kirschbaum, wo ich schon seit Jahren vergeblich versuche, mit verschiedenen Bodendeckern eine geschlossene Bewuchsdecke zu schaffen, hat es die Walderdbeere mit ihren langen Ausläufern nun endlich - und zwar mühelos - geschafft.


So kommen wir hier jeden Abend in den Genuss einer Handvoll süßer, aromatischer Früchte, die sich auch ausnehmend gut in der Vase machen.


Im Moment ist das Wetter wieder etwas abgekühlt, was mir die Gelegenheit gibt, mich wieder intensiver meinem Buchsschnitt zu widmen. Um diese Jahreszeit herum ist eigentlich jedes Jahr der große Buchsschneide-Enthusiasmus bei mir vorüber *lach* - es zieht sich!



Beim nächsten Mal erzähle ich Euch dann übrigens, wohin unsere "Reise ins Unbekannte" uns dann geführt hat.

Denkt Ihr noch an meine aktuelle Verlosung? Wenn Ihr noch nicht in den Lostopf gehüpft seid, dann könnt Ihr das hier noch bis einschließlich zum 23.06.2018 nachholen. Es lohnt sich.....