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Aus meinem Herbstgarten

Dienstag, 2. September 2014

Besuch in fremden Gärten ... Teil 5

Ich bin Euch noch einen letzten Garten schuldig, den ich zusammen mit meinen Eltern an einem Sonntag im Juni besichtigt habe. Hier, hier, hier und hier habe ich Euch ja schon von den anderen tollen Gärten erzählt, die wir uns an nur einem Tag im Rahmen einer örtlichen Gartentour angesehen haben.

Heute kommen wir zu einem ganz besonderen Garten. Besonders deshalb, weil ich ihn zuerst - ich bin ganz ehrlich - gar nicht fotografieren wollte! Als wir in diesem Garten ankamen, waren sehr viele Besucher dort und auf den allerersten Blick dachte ich: Ach, ganz nett, aber auch nicht wirklich aufregend. Je weiter ich mich aber in den Garten hineinwagte, umso mehr änderte sich meine Meinung. Bis.... ja bis ich in der hintersten Ecke in ein kleines Gewächshaus trat.

Und dort sah ich etwas, das mir im ersten Moment ein bisschen die Sprache verschlug! Meine Mutter und ich warfen uns einen überraschten Blick zu, denn hier hatte jemand mit viel Liebe und Hingabe - das war auf den ersten Blick zu erkennen - eine kleine, für sich abgeschlossene Berglandschaft erschaffen. Lauter alpine Gewächse, die hier ganz liebevoll zusammengestellt waren.




Und zu diesem Zeitpunkt holte ich auch meine Kamera aus der Tasche, um Euch doch noch Fotos von diesem ganz besonderen Ort zu machen. Plötzlich kam nämlich die Sonne an diesem sonst recht trübsinnigen Tag durch und der Garten war plötzlich wie verwandelt!


Ganz unerwartet fand ich mich im eigentlich schönsten Garten dieses Tages wieder. Und wisst Ihr auch warum? Weil dieser Garten die grüne Oase eines Mannes ist, der weit über 80 Jahre alt ist und der dieses grüne Paradies ganz alleine und mit viel Hingabe und Liebe gestaltet und lebt.




Plötzlich waren die etwas alt anmutenden Wege, baulichen Elemente und die in die Jahre gekommene Dekoration eine charmante Offenbarung. Selten hat mich ein Garten - und auch sein Gärtner - so bewegt. Ein freundlicher Gärtner übrigens (sind nicht alle Gärtner nett?), der alle Besucherfragen geduldig beantwortete und sich darüber freute, dass so viele Besucher in seinen kleinen Garten gefunden hatten.



Wie viele Stunden er hier wohl jeden Tag verbringt - ganz mit sich selbst und seiner grünen Oase im Einklang?


Vom Ende des Gartens hat man eine wunderbare Sicht auf Felder und Bäume ... eine unvergleichlich schöne Atmosphäre.




In diesem Garten spürte man die ganze Hingabe und Leidenschaft seines Gärtners.



Natürlich habe ich ihn gefragt, ob ich Euch Fotos aus seinem Garten zeigen darf. Und nachdem ich ihm erklärt hatte, was denn nun ein Blog sei und wieso so etwas im Internet steht *lach*, hat er sich sehr gefreut und mir die Erlaubnis gegeben, Euch an seinem Gartenglück teilhaben zu lassen.



Dieser Garten war für mich wie eine Reise in die Vergangenheit - er erinnerte mich ein wenig an den Garten meiner Oma, als diese noch mit viel Hingabe ihre Stauden pflegte und ich erste Erfahrungen mit Blüten, Büschen und Sträuchern machte.


Wie schön, so etwas erleben zu dürfen....

Kommentare:

  1. Schön wenn man in dem Alter noch so fit ist und sich an seinem Garten erfreuen kann. Da kann man nur staunen, wer weiß ob wir überhaupt so alt werden......

    LG Lis

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  2. OHHHH echt 80ge..
    mei fleißig.. aber i glab des halt den JUNG
    i find de BUCHSKUGELN gewaltig
    SUPER scheeena GARTEN
    danke FÜRS zeigen
    hob no an feina TOG
    BIS BALD de BIRGIT

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  3. Die Buchsbäume sind der Hammer und scheinen, wie zu dem alten Herrn dazu zu gehören.... Schließlich braucht man Jahre, bis sie so groß sind. Wenn sie nicht vorher von Krankheiten heimgesucht werden, die Buchse natürlich....
    LG und hab einen schönen Tag. Heike

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  4. hallo Anja,

    das ist so ein beeindruckender Bericht und Du schreibst zurecht, wie schön es ist, daß man so etwas erleben darf. Ich hatte auch viele Jahre in der Nachbarschaft einen 80jährigen Witwer vom "alten Schlag". Der Garten war mit soviel Liebe angelegt, Lattenzaun und Blumen- und Gemüsegarten, ich habe auch davor und danach nie mehr so ein blitzsauberes Gartenwerkzeug gesehen, und das war außerdem noch so was von alt. Wenn man das Eisentor aufgemacht hat, betrat man eine andere Welt.

    Liebe Grüße
    Lisa

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  5. Liebste Anja, wieder einmal laden deine Pics zum Träumen ein ... man kann in diesem Garten wirklich die Liebe des Gärtner spüren, seine Beziehung zu jeder einzelnen! Ich mag ganz besondes den Buchs, wunderschön! LG, die Elke

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