Hortensienträume

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Mein Gartenparadies

Aus meinem Herbstgarten

Dienstag, 24. Juli 2018

Sommerliche Gärten in Südost-England - heute: Mount Ephraim Gardens

*unbezahlte Werbung, da Markennennung*


Ich bin mir gar nicht sicher, wie lange genau ich schon von dieser Reise geträumt habe... Einmal selber in die englische Gartenarchitektur eintauchen und all die großen, berühmten Gärten zu erkunden, von denen ich all die Jahre in vielen Publikationen gelesen habe. Manchmal, wenn man ganz fest daran glaubt, dann erfüllen sich Wünsche tatsächlich!

Dieses Jahr sollte es also endlich so weit sein - ich reiste zusammen mit meiner Mutter nach England - ganze sechs Tage lang auf den Spuren von Sissinghurst, Great Dixter und Co.! Nach ausführlicher Recherche im Internet war ich Ende letzten Jahres auf die Angebote von Ulrike Kocher Reisen gestoßen, die schon viele Jahre geführte Gartenreisen u. a. nach England anbietet. Und dann waren wir auch schon unterwegs - mit dem Bus vorbei an Brüssel, bis nach Dünkirchen in Nordfrankreich. Dort mit der Fähre rüber nach Dover. Zum allerersten Mal durfte ich die Kreidefelsen von Dover bewundern, die uns beeindruckend begrüßten.

Kaum in England von der Fähre gefahren, steuerten wir auch schon unseren ersten Garten an - Mount Emphraim Gardens! Der 4 ha große private Garten liegt nur wenige Fahrminuten von Canterbury entfernt mitten in den Hügeln von Kent.

Der Park besticht durch wunderschöne Solitärbäume, die schon von Weitem einen atemberaubenden Anblick bieten:


An einem großen Teich ewartet einen eine steinerne, japanische Brücke, die geradewegs aus einem Gemälde von Monet entsprungen zu sein scheint.



In herrlichster Ruhe durchwandert man diesen parkähnlichen Garten, vorbei an alten Balustraden,  durch ein stattliches Arboretum bis hin zu einem Mizmaze, einer Art Labyrinth aus Ziergräsern und Stauden, in dem es keine Kreuzungen gibt - sehr beeindruckend!



Je näher man dem stattlichen Herrenhaus kommt, umso klassischer wird der Garten. Durch eine lange Achse aus Topiary wandernd, erreicht man schließlich die wunderschöne Terrasse und damit den heimeligen Tea Room, der die ausgehungerten Gäste mit Scones, Clotted Cream und dem guten englischen Tee empfängt. Einfach köstlich, wie ich noch viele weitere Male auf dieser Reise feststellen durfte *lach*.





Ein besonderes Highlight des Gartens ist sicherlich der Millenium Rose Garden, von dem ich Euch aber leider kein Foto zeigen kann. Dort gab es eine stattliche Sammlung alter und neuer Rosen zu bestaunen, die aber leider inzwischen ihren Zenit bereits überschritten hatten. Überhaupt leiden auch die Engländer seit Wochen unter der sengenden Hitze und man konnte überall die lange Trockenzeit deutlich erkennen. Während die meisten Gartenbesitzer noch bemüht sind, wenigstens die Staudenrabatten mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen, waren die meisten Rasenflächen sich selbst überlassen worden. Auch während unseres Aufenthaltes gab es keinen Tropfen Regen und so brannte die Sonne unbarmherzig auf uns hernieder. Nicht gerade ideal fürs Fotografieren, aber Ihr könnt Euch auch sicherlich so vorstellen, wie wunderschön dieser Garten in Natura ist.



In unseren wenigen Tagen Aufenthalt haben wir uns übrigens acht wundervolle Gärten angesehen - Ihr dürft also noch auf so einige interessante Berichte gespannt sein *lach*. Alle Besuche waren übrigens wunderbar von Frau Kocher, die uns persönlich auf dieser Reise begleitet hat, vorbereitet und organisiert. Wer also auch schon immer mal von so einer England-Garten-Reise geträumt hat (und ich weiß, da gibt es viele unter Euch *lach*): hier gibt es meine volle Empfehlung!





Freitag, 13. Juli 2018

Spaziergang durch den Juli-Garten



Habt Ihr Lust, mich auf einem kleinen frühmorgendlichen Spaziergang durch meinen Juli-Garten zu begleiten?


Frühmorgens ist hier die schönste Zeit: Das Licht der Sonne scheint zauberhaft durch die Blätter des alten Kirschbaums und taucht den Garten mit goldenen Sonnenflecken in ein zartes Licht.


Die Hortensien blühen in diesem Jahr so üppig und schön wie kaum in einem Jahr zuvor. Während der großen Hitze verlangen sie mir allerdings auch Einiges ab: Sie brauchen wirklich jeden Tag ausreichend Wasser, um sich nicht hängen zu lassen. Leider werden die Blüten schnell braun, wenn sie nicht ausreichend und regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Zum Glück haben wir hier einen eigenen Hausbrunnen, der uns zuverlässig mit dem benötigten Nass versorgt.


Auf Instagram erreichen mich immer wieder erstaunte Ausrufe zu meinem "immer noch perfekten Knotengarten" *lach*. Ich weiß, auch auf diesen Fotos sieht er rundum gesund und fröhlich aus - ganz so ist es in Wirklichkeit allerdings nicht *seufz*. Im Moment steht er zwar ganz gut da, weil er nach dem Schnitt Ende Mai inzwischen kräftig neu ausgetrieben ist und so der Eindruck entsteht, dass es ihm an nichts fehlt.


Ehrlicherweise muss ich aber zugeben, dass er derzeit (immer noch) vom Buchsbaumpilz und auch vom Zünsler arg gebeutelt ist. Einige Wochen war zumindest mit dem Zünsler ein wenig Ruhe eingekehrt, nun hat sich allerdings die zweite Raupengeneration auf den Weg gemacht, um es sich in meinen Buchspflanzen gemütlich zu machen.


In diesem Jahr ist alles viel früher als sonst, oder? Meine Phloxe stehen schon in voller Blüte und sogar meine Herbstanemonen stehen kurz davor. Und die Fetthennen lassen auch nicht mehr allzu lange auf sich warten - Chrysanthemen gibt es auch schon überall zu kaufen!


Ich frage mich schon etwas besorgt, was denn dann im September noch blühen soll?


Ab morgen werde ich übrigens die "Reise meines Lebens" antreten *lach*. Bestimmt schon zwanzig Jahre (wenn nicht sogar länger) träume ich von einer Reise ins Land der Gärtner - nach England. Und jetzt endlich ist es so weit! Zusammen mit meiner Mutter werde ich eine geführte Busreise nach Kent unternehmen, um uns dort eine Woche lang die wunderschönsten Gärten anzusehen!


Besonders freue ich mich persönlich auf den Besuch von Sissinghurst Garden, der schon sooo lange auf meiner Favoritenliste steht, weil ich gerne selber einmal in die Gartenwelt von Vita Sackville-West eintauchen möchte. Und nun endlich ist es so weit!


Ich werde Euch bestimmt reichlich Fotos aus all den tollen und besonderen Gärten dort mitbringen - habt Ihr Lust?


Für heute verabschiede ich mich also für einige Tage von Euch, wünsche Euch eine zauberhafte Sommerzeit und komme ganz bald mit vielen (Garten-)Eindrücken wieder zurück!


Mittwoch, 11. Juli 2018

Eine Reise ins Unbekannte ... Teil 3 / Garten Christensen


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Heute geht es weiter mit unserer Reise ins Unbekannte.

Nächster Halt - bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad - war der Garten von Gabriele Christensen in Lüdinghausen. Schon beim Aussteigen war uns klar, dass hier eine versierte Gartenplanerin am Werk war. Frau Christensen bietet umfangreiche Gartenplanungen und -beratungen an - eine Tätigkeit, der sie sich mit Herz und Seele verschrieben hat, wie wir schon sehr bald erfahren durften.




Im wunderschönen Innenhof zwischen dem ehemaligen Stallgebäude und dem Wohngebäude wurden wir von ihr mit einem Gläschen Prosecco erwartet und sie erzählte ausführlich über Entstehung, Konzept und Bepflanzung des Bauerngartens. Hierbei hatte sie viele interessante Informationen für uns, denn Frau Christensen ist als studierte Gartenarchitektin natürlich auch begeisterte Gärtnerin und konnte uns mit ihrem umfangreichen Fachwissen mit ihrer Gartenbegeisterung anstecken.



Der Garten gehört zu einem restaurierten Münsterländer Kotten aus dem Jahr 1898. Wunderschön sind die blauen Fensterläden und Türen anzusehen, die dem Haus so ein wohliges Äußeres verleihen.


Der traditionelle Münsterländer Bauerngarten wurde im Jahr 2004 umgestaltet und in seiner Form modern interpretiert, denn überraschenderweise sind die Wege hier nicht gerade angelegt, sondern durchqueren den Bauerngarten diagonal.



In den Beeten blühen über 100 verschiedene Stauden, Rosen und Dahlien, vorwiegend in den Farben rosa, blau und weiß. Radieschen, Pflücksalat, Spinat, grüner Spargel, Fenchel, Rote Bete, Mangold und Rotkohl sind einige der vielen Gemüsesorten, die sich hier in diesem von hohen Hecken umfassten Gartenteil zusammenfinden.




Nach unserem ausführlichen Gartenrundgang durften wir uns noch bei selbstgebackenem Rosinenbrot und Kaffee ein wenig der Ruhe und Besinnlichkeit dieses Gartens hingeben, bevor es für uns hieß, wieder in den Bus zu steigen und uns auf die letzte Etappe unserer geheimnisvollen Gartentour zu machen.......







So eine Hübsche, findet Ihr nicht? Ich war kurz versucht, sie bei der Abreise in meiner Tasche mitzunehmen *lach*... Warum sie so interessiert nach oben starrt? Sie lag direkt unter einer gut besuchten Futterstelle für Vögel und war für nichts Anderes zu begeistern *lach*.