Freitag, 3. Juli 2020

Der Garten im Sommer (und Gewinner)



Der Sommer ist da - endlich! Im Februar bei Eiseskälte habe ich schon sehnsüchtig darauf gewartet, wie dieser Garten wohl im Sommer aussehen mag. Das Grundstück war ja für uns ein einziges Überraschungspaket, denn im blühenden und grünen Zustand hatten wir ihn ja nie zuvor gesehen. Unsere Planungen gab es nur auf dem Papier und sich dann den tatsächlichen Garten im Sommer vorzustellen, fällt schon mal schwer.


Der Ziergartenbereich wurde umfassend geändert - viele neue Beete angelegt, unendlich viele neue Stauden und Gehölze sind dazugekommen, Rasen wurde reichlich verpflanzt. Und der Gemüsegarten hat auch eine wahnsinnige Verwandlung vollzogen. Unsere sechs Hochbeete sind in vollem Einsatz! Wir ernten wie verrückt Zucchinis, Kohlrabis und Radieschen - kein Wunder bei all den Nährstoffen, die sich in den Hochbeeten befinden *lach*. Wir haben schließlich riesige Mengen Kompost darin versenkt. Und die bevorstehende Hokkaido-Ernte macht uns schon ein bisschen Sorgen - das Hochbeet quillt über *lach*!



Das geplante neue Gewächshaus lässt nun leider noch bis Anfang September auf sich warten, der Hersteller muss erst neu produzieren *seufz*. Aber eigentlich hat dies auch Vorteile - der erst für nächstes Jahr geplante Teich wird einfach vorgezogen und wir machen uns im Urlaub im August daran, ihn umzusetzen. Man muss die Dinge immer nur positiv sehen!

Zum Schluss freue ich mich, die Gewinnerin meiner letzten Buchverlosung bekanntzugeben. Gewonnen hat die liebe Heike mit folgendem Kommentar:

Liebe Anja,
es ist eine Freude zu sehen, mit welchem Enthusiasmus Du Dein neues Projekt angehst.
Ich habe genau das im Buch besagte Petersilienproblem und dann kommt noch bei den Gemüsen die weiße Fliege hinzu. Es gäbe da so einiges an Problemen und Problemchen vor allem in meinem Gemüsegarten. Da stehe ich irgendwie damit auf Kriegsfuß.
Meine Tochter hat letztes Jahr ein Baby UND einen Garten bekommen ;-)und ich glaube sie könnte auch vom geballten Rasch-Wissen profitieren.
Vielleicht können wir beide uns ja gemeinsam Tipps zu Nutze machen.
Viele Grüße und weiterhin viel Spaß im neuen Gärtchen von Heike aus Pirna


Liebe Heike, melde Dich doch bitte unter mail-an-gartenbuddelei@gmx.de bei mir, dann kann sich der Gewinn auf den Weg zu Dir machen!


Dienstag, 16. Juni 2020

Garten-Docs – alles im grünen Bereich (Buchvorstellung mit Verlosung)

*Werbung

 Als Neu-Schrebergartenbesitzer hat man plötzlich ganz viele Fragen! Und das, obwohl man vielleicht – wie ich – schon viele Jahre begeistert gärtnert und sich schon ein gewisses Grundwissen angeeignet hat. Da mag ich mir gar nicht vorstellen, wie viele Fragen erst Neu-(Schreber)Gärtner quälen, die ganz ohne Vorkenntnisse in dieses Abenteuer eintauchen. Für mich ist zum Beispiel alles rund ums Thema „Obst und Gemüse“ absolutes Neuland! In meinem vorherigen, schattigen Garten ergaben sich diese Möglichkeiten einfach nicht. Nun – im neuen Garten – liegen plötzlich fast 500 qm offene Gartenfläche in voller Sonnenlage vor mir. Ein Umstand, an den ich mich erstmal gewöhnen muss.

 Nun steht man also da mit all seinen offenen Fragen und versucht, sich im Internet so gut es geht, schlau zu machen. Auch Telefonate mit der Mama, die auf dem Gebiet des Gemüse- und Obstanbaues deutlich mehr Erfahrung hat, können lohnend sein *lach*. Nun habe ich aber eine Hilfe für mich entdeckt, die ich immer in meiner Nähe haben kann, die mich kurz und knapp über alle wichtigen Bereiche des Gärtnerns informiert und mir schon aus so mancher verzwickter Lage heraus geholfen hat.

 

Die Rede ist von den „Garten-Docs“ aus dem ZS Verlag. Vielen vielleicht ein Begriff wegen der gleichnamigen Serie im NDR-Fernsehen, in der Peter Rasch und sein Team fundierte Anworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Garten beantworten. Nun haben sie all ihr Wissen in ein gedrucktes Exemplar gepackt und bieten geniale Antworten auf die wichtigsten Gartenfragen! 


Dabei gehen sie wirklich auf ALLE wichtigen Fragen ein, die uns Gärtner immer mal wieder verzweifeln lassen: Welche Rasensaat ist für mein Grundstück die richtige? Welcher Rasenmäher passt zu mir und meinem Grundstück? Die Krönung: einen Gartenteich anlegen. Wie kriege ich meine Exoten am besten durch den Winter? Wie stelle ich gesunde Pflanzennahrung einfach selbst her? Wann und wie schneide ich Obstbäume richtig? Wie mache ich mein Gewächshaus winterfein? Und viele, viele Fragen mehr…… 


In klaren Worten, ohne viel Schnickschnack gelingt es Peter Rasch und seinem Team, die dringlichsten Fragen rund um den Garten auf den Punkt zu bringen. Und einige Themenkomplexe haben bei mir auch schon einen Post-it-Aufkleber bekommen, damit ich zu gegebener Zeit auch ganz fix nachschauen kann, wie genau die geplanten Projekte am besten umzusetzen sind. Ich sage nur: Gartenteich! 


Zusammenfassend kann ich das Buch also nur wärmstens empfehlen! Und damit ich Euch hier nicht nur von dem Buch vorschwärme, gibt es – wie immer bei mir – natürlich auch diesmal eine Ausgabe des Buches zu gewinnen! Wenn Ihr also auch dringende Gartenfragen habt, die genialer Antworten bedürfen, dann freue ich mich, wenn Ihr bis einschließlich zum  28.06.2020 einen Kommentar unter diesem Post hinterlasst. Damit nehmt Ihr automatisch an der Verlosung teil. Ich drücke Euch fest die Daumen!



Freitag, 5. Juni 2020

Endlich! Die Hochbeete sind fertig!


Nach zweieinhalb Monaten haben wir am vergangenen Wochenende endlich (!) unser erstes und größtes Projekt im Garten fertiggestellt. Puh, das war aber eine Aktion! Da habe ich im Februar ganz lustig vor meinem Gartenplan gesessen und mal eben schnell beschlossen: 6 große Hochbeete wären nett! *hahaha* Hätte ich zu diesem Zeitpunkt geahnt, was genau dieses Vorhaben alles beinhaltet und wie viel Zeit und Kraft und Arbeit nötig werden würden, um es umzusetzen, dann hätte ich wohl doch mal einen Moment länger darüber nachgedacht *lach*.

So sah es zu Beginn aus:



Rasenfläche und ein großes, nacktes Beet, in dem die Vorbesitzerin einfach ihr Gemüse gezogen hat. Hach, wie einfach hätte es doch sein können... Aber nein, ich musste mich ja für die "Luxusvariante" entscheiden...

Also erstmal einen Zaun um den ganzen Bereich....


... und dann ging es auch schon los mit dem ersten Hochbeet. Dafür musste natürlich nach und nach die ganze Rasenfläche abgestochen und entfernt werden. Eine mühselige Arbeit, die ganz schön schweißtreibend war. Riesige Berge an Rasensoden sammelten sich an und wir waren erschrocken, wie viel da tatsächlich zusammenkam. Erst später würden wir merken, dass uns gerade dieser Riesenberg noch gut auskommen würde.


Die Hochbeete sind aus einfachen Holzlatten gebaut, die an insgesamt 6 Pfosten verschraubt und mit jeweils einer Einschlaghülse im Erdreich versenkt sind. Hört sich total easy an, war aber in Wirklichkeit kein Zuckerschlecken, denn die Einschlaghülsen waren teilweise 90 cm lang und mussten erstmal im Erdreich versenkt werden. Viele, viele Schrauben später stand dann das erste Hochbeet ziemlich nackig da.

Ein erster Anstrich mit einer farbigen Holzschutzlasur erfolgte und sollte eigentlich auch die Endfarbe des Hochbeetes darstellen - schwarz. Leider entpuppte sich die Farbe nicht als "schwarz" sondern als "dreckigbraun" *lach*. Nun war die teure Farbe aber gekauft und so haben wir alle Hochbeete damit vorbehandelt und später mit einer tiefschwarzen Farbe versehen.




Nun ging es ans Auskleiden des riesigen Kastens. Unten haben wir Hasendraht eingebracht, der rundum festgetackert wurde. Dieser Hasendraht ist außerordentlich wichtig, um Wühlmäuse fernzuhalten. Die Seitenwände wurden mit dünner Teichfolie ausgekleidet, um das Holz vor Nässe und Schmutz zu schützen.


Danach ging es parallel mit weiteren Hochbeeten weiter und die bereits fertigen Exemplare wurden mühselig gefüllt. Unten erhielt jedes Beet eine dicke Schicht Äste, die vorher beim Frühjahrsrückschnitt angefallen waren. Leider waren diese Vorräte nach dem dritten Beet aufgebraucht und so mussten wir uns für die letzten drei Beete mit dem Handkarren in den nahe gelegenen Wald aufmachen, um Astmaterial einzusammeln.


Die Flächen rund um die Hochbeete wurden nach und nach mit Vlies abgedeckt. Eigentlich wollten wir dort Rindenmulch verteilen. Im Gartencenter haben wir dann aber recht schnell festgestellt, dass Rindenmulch weder gut aussieht noch gut riecht. Tja, die Wahl fiel dann auf Pinienrinde, die viel schöner aussieht, aber auch viel mehr kostet *seufz*. Ich möchte Euch nicht erzählen, wie viele Tüten wir gebraucht haben, um alles zu bedecken.


Langsam aber sicher nahm alles Form an und es war schön zu beobachten, wie sich die ganze Sache entwickelte. Auf die Astschicht folgte dann jeweils eine dicke Schicht der vorher abgestochenen Rasensoden. Diese legt man mit der Rasenschicht nach unten auf die Äste, damit auch sicher kein Rasen nach oben nachwächst.  Darauf kam dann eine dicke Schicht Gartenerde, dann eine dicke Schicht Kompost (wie gut, dass wir einen gut gefüllten Komposter vor Ort hatten) und - weil uns irgendwann das Material ausging - jede Menge Gartenerde aus dem Fachhandel.



Und dann kam der beste Moment! Alle sechs Beete waren fertig, schwarz gestrichen, gefüllt und bepflanzt! Der gesamte Außenbereich mit Vlies bedeckt und mit Pinienrinde verschönert. Ich kann Euch gar nicht sagen, was für ein befriedigendes Gefühl das war *lach*!






In einer Ecke unseres Gemüsegärtchens war sogar noch Platz für ein hübsches Weinfass, bestückt mit einem Binsengras und einigen Schwimmpflanzen. Zusätzlich haben wir noch einen kleinen solarbetriebenen Springbrunnen dazu gegeben, sehr praktisch für einen Schrebergarten, weil die Sache mit dem Strom ja schwierig ist. Es funktioniert aber wirklich super, so lange die pralle Sonne auf dem Becken steht. Die Kinder der Nachbargärten finden das übrigens auch sehr spannend!


Zeitlich waren wir zum Schluss ein wenig spät dran, was die Bepflanzung der Hochbeete anging. Deswegen haben wir uns in diesem Jahr für folgende, eher einfache Gemüsepflanzen entschieden:

grüne Zucchini
Kohlrabi
Radieschen
Hokkaido
Erbsen
Feldsalat
Aubergine
gelbe Paprika
Kartoffeln
Erdbeeren





Wir probieren dieses Jahr einfach mal so rum und schauen, was gut klappt und was wir im nächsten Jahr ändern werden. Am kommenden Wochenende werde ich noch einige Süßkartoffelpflanzen setzen, diese allerdings nicht mehr in die Hochbeete.



Als nächstes geht es an die Verschönerung unseres hinteren Schuppens, die Entfernung des alten Riesen-Komposters und ein neues Gewächshaus. Ihr merkt schon, uns geht die Arbeit nicht aus *lach*.

Und beim nächsten Mal habe ich mal wieder eine schöne Buchvorstellung für Euch - natürlich mit Verlosung, Ihr sollt ja auch was davon haben! Schaut also gerne wieder vorbei....

Sonntag, 12. April 2020

Staketenzaun 2. Teil



Beim letzten Mal hatte ich Euch erzählt, dass wir mit dem Aufbau des Staketenzaunes angefangen haben. Auf dem unteren Gartenplan könnt Ihr sehen, um welchen Teil es sich gehandelt hat:


Als wir den Garten Ende Januar 2020 übernommen haben, sah dieser Teil noch so aus:




In der Zwischenzeit haben wir nicht nur den Zaun montiert sondern auch schon die ersten Beete angelegt, die sich direkt am Zaun befinden. Vor dem Zaun, der den gesamten Obst- und Gemüseteil einfriedet, haben sich nicht nur bereits vorhandene Stauden versammelt, die ich überall aus dem Garten zusammengesucht habe. Dort sind noch Stockrosen, Clematis etc. hinzugekommen, um den Zaun in eine hübsche Blühoase zu verwandeln.



Hinter den Zaun, der Teil also, in dem das Obst und Gemüse wächst, habe ich Blaubeer-Büsche, Johannesbeeren usw. gesetzt, die ich überall im Garten zusammengesucht habe. Bei einigen Pflanzen wird es wahrscheinlich noch lustige Momente geben, wenn ich im Sommer erkennen muss, dass die von mir gepflanzten Büsche so rein gar nichts mit Beerenobst zu tun haben *lach*. Die Lücken habe ich mit ein paar Hornveilchen, Stockrosen und mit vielen Frühlingszwiebeln gefüllt, die ja in diesem Garten reichlich vorhanden sind.

















Danach haben wir uns um den zweiten Teil des Staketenzaunes gekümmert. Ich habe Euch auch diesen Bereich mal auf dem Plan eingezeichnet:


Dieser Bereich sah Ende Januar noch so aus:


In der Zwischenzeit haben wir auch hier den Zaun montiert:





Danach ist auch hier ein Beetstreifen entstanden, allerdings erstmal nur hinter dem Zaun, denn der Bereich vor dem Zaun wird wahrscheinlich erst im kommenden Jahr überarbeitet werden. Wir wollen uns mal nicht übernehmen....


In diesen Streifen habe ich die Himbeeren gesetzt, die vorher an einer anderen Stelle standen.



 Ihr seht, es geht hier stetig voran *lach*. Beim nächsten Mal zeige ich Euch dann, wie sich der vordere Teil inzwischen verändert hat. 

Freitag, 27. März 2020

Staketenzaun, 1. Teil


Ich komme hier fototechnisch langsam ins Trudeln *lach*. Denn auch wenn es auf dem Blog zur Zeit relativ ruhig ist, so sind wir natürlich in der Zwischenzeit trotzdem wirklich fleißig, was den Garten angeht. Und gerade in diesen schwierigen Zeiten bin ich mehr als froh, diesen Rückzugsort an der frischen Luft und in der frühlingshaften Sonne zu haben.

Jetzt wird es aber wirklich Zeit, Euch über die Fortschritte der letzten Wochen auf dem Laufenden zu halten. Fangen wir mal mit dem Aufbau des Staketenzaunes an. Die folgenden Fotos sind schon gut drei Wochen alt. Auf dem ersten Foto seht Ihr, wie der hintere Gartenteil vorher ausgesehen hat.


Der gesamte hintere Bereich wird in eine Gemüse- und Obstzone verwandelt *lach*. Und die hätte ich natürlich gerne ein wenig abgegrenzt, damit man auch weiß, dass es jetzt ans Arbeiten, Ernten und Naschen (!) geht. Also musste ein Staketenzaun her! Ich liebe Staketenzäune. Sie machen aus jedem Garten etwas Besonderes. Sie erinnern an Omas Garten, den man als Kind so geliebt hat, findet Ihr nicht auch?


Nun ist es aber gar nicht so einfach, insgesamt 45 m Staketenzaun "mal eben so" in einen Schrebergarten zu befördern. Natürlich kann man zum Baumarkt fahren und die ganze Länge aufgerollt am Stück besorgen, der Transport im Auto und danach vom Auto mit der Schubkarre zum Schrebergarten wäre allerdings eine logistische Meisterleistung geworden.... Das fiel also flach. Also habe ich immer 5 m Zaun im Internet bestellt.

Das sind also neun große Pakete mit richtig Gewicht. Dazu kommt noch das Tor. Ach ja: Und die Zaunpfosten *lach*. Die Bestellungen habe ich zeitlich über einen längeren Zeitraum gestreckt, denn ich wollte weder den Postboten noch meine Nachbarn überfordern, die immer so nett sind, unsere Pakete anzunehmen. Hier wundern sich wahrscheinlich eh schon alle, was zum Henker ich in der letzten Zeit alles bestelle (und warum ich ständig mit Gummistiefeln das Haus verlasse...).

Der Transport zum Schrebergarten blieb mir allerdings trotzdem erhalten*seufz*. Aber dann konnte es endlich losgehen!



Begonnen haben wir mit dem Zauntor, durch welches wir später in den Gemüse- und Obstbereich gelangen werden. Hier haben wir dickere und längere Zaunpfähle benutzt, denn das Gartentor hat schon ziemlich Gewicht und schwingt natürlich viel hin und her, vor allen Dingen bei Wind. Danach haben wir uns langsam vorangearbeitet.


Die Höhe des Zauns beträgt 80 cm, denn die Schrebergartensatzung gibt vor, dass eine Zaun-Einfriedung nicht höher als 75 cm sein darf. Über die 5 cm Überschreitung legen wir jetzt einfach mal den Deckmantel des Schweigens.


Tja, und so sah das Ganze dann aus. Wir sind sehr zufrieden. Inzwischen haben wir die andere Hälfte auch fast installiert und haben auch schon erste Beete direkt am Staketenzaun entlang vorbereitet und teilweise bepflanzt. Dazu aber ein anderes Mal mehr....

Bleibt bitte gesund und fröhlich!

Mittwoch, 4. März 2020

Erste Schritte


Langsam aber sicher geht es los im Schrebergarten. Die letzten Wochen waren wettertechnisch oft eine Herausforderung, denn Stürme und starker Regen laden nicht gerade dazu ein, sich stundenlang im Garten aufzuhalten. Trotz allem war ich schon viele Stunden im neuen Gartenreich und habe einige Dinge umsetzen oder zumindest vorbereiten können. Und eins kann ich heute schon sagen: Dieser Garten macht mich glücklich! Ich merke, wie sehr mir das Gärtnern gefehlt hat!

So ein Garten, der schon viele Jahre vorher bewirtschaftet wurde und den man selber nie zuvor im blühenden Zustand gesehen hat, bietet einige Überraschungen. Die Vorbesitzerin hat den Garten vornehmlich zum Obst- und Gemüseanbau genutzt und ihrer Rosenliebe gefrönt. Die Beete sind voll mit Stauden, von denen man im Moment natürlich wenig sieht, so dass die Zeit zeigen wird, was sich so alles unter der Erde verbirgt. Auch die Farbwahl der Rosen etc. ist ein einziges Überraschungspaket, denn erst im Verlauf der nächsten Monate wird sich zeigen, in welchen Farben die 16 teils riesigen Rosenbüsche blühen werden. Ich befürchte allerdings, dass viele Rot- und Gelbtöne darunter sein werden *lach*. Mal schauen, meine Mutter freut sich sicherlich schon über den einen oder anderen Neuzugang aus meinem Garten…. Auf einem Großteil der Fläche sind hunderte von Krokussen, Narzissen, Hyazinthen etc. verteilt, mal in Tuffs zusammen, mehr aber überall einzeln (und gerne auch in unzähligen verbuddelten Plastiktöpfchen) verteilt. Zusätzlich sind alle Freiflächen mit so viel Unkraut ausgestattet, dass ich manchmal nur großflächig abtragen kann, um der Sache überhaupt Herr zu werden.

So hat es vorher ausgesehen....
Jetzt sind zwei vergrößerte Beete entstanden, ein wenig Unkraut ist noch abzutragen. Einige Stauden aus anderen Beeten haben bereits Einzug gehalten.

Dieses Gesamtprojekt ist sicherlich über mehrere Jahre angelegt, alle Bereiche gleichzeitig zu beginnen, übersteigt selbst meine Fähigkeiten *lach*. So musste ich bei der Gesamtplanung einfach Rücksicht nehmen auf vorhandene Strukturen wie z. B. Gartenwege. Nach vielen Stunden des Grübelns ist inzwischen aber ein – wie ich finde – recht guter Plan entstanden, der die Möglichkeit bietet, nach und nach den Garten zu (m)einem Traumgarten zu gestalten. Hinzu kommt, dass so ein Schrebergarten natürlich mit einigen Vorgaben behaftet ist, die man zu beachten hat. Den hinteren Gemüse- und Obstgartenteil möchte ich gerne mit einem Staketenzaun einfrieden. Gerne hätte ich einen 1 m hohen Zaun gewählt, die Vorgaben der Schrebergartensatzung erlauben aber nur 75 cm. Nun werden es 80 cm werden, eine Tatsache, die sicherlich nicht ins Gewicht fallen wird.


Uns war wichtig, die doch sehr gradlinige Aufteilung der Gartenfläche aufzuheben. Es gibt unzählige Meter an Rasenkantensteinen, Betonplatten, kleinen Pflanzkübeln etc. zu versetzen und möglichst wiederzuverwerten. Denn ein Abtransport all der Dinge stellt einen im Schrebergarten ja vor zusätzliche Schwierigkeiten. Das Befahren der Gartenanlage mit dem Auto ist nur bedingt möglich, so dass fast alles mit der Schubkarre zum Parkplatz transportiert werden muss. Auch alle Neuanschaffungen – wie Zäune, Holz für Hochbeete etc. – müssen ja mit dem Auto hergeschafft und dann mit der Schubkarre zum Garten gebracht werden. Ich hätte niemals gedacht, dass die Schubkarre irgendwann zu meinem wichtigsten Gartenutensil werden könnte *lach*…

Ich habe mal meine Vorstellungen vom zukünftigen Garten – laienhaft – aufgezeichnet. Es wird also zukünftig im hinteren Teil des Gartens einen reinen Obst- und Gemüseteil geben (mit eben dem Staketenzaun eingefasst), in dem auch ein neues kleines Gewächshaus Platz finden wird. Das alte Gewächshaus ist sehr marode und muss durch ein Neues ersetzt werden (worüber ich nicht wirklich traurig bin *lach*) Außerdem planen wir sechs Hochbeete für den Gemüseanbau.

Die Anlage des geplanten Teiches wird sicherlich noch ein, zwei Jahre auf sich warten lassen. In diesem Jahr stehen zunächst der Gemüsegarten auf dem Plan und danach die Laubenrenovierung, die auch sehr umfangreich werden wird.

Ich habe mich für Ilex Crenata entschieden - Buchs kommt mir nicht mehr in den Garten. Die kleinen Pflanzkübel an der Hauswand müssen auch unbedingt weg...

Derzeit  beschäftige ich mich mit der Neuanlage einiger Beete rund um die Laube, die den Ziergarten ausmachen werden. Ich entferne Rasenfläche (nicht meine Lieblingsbeschäftigung *lach*), verlege die Rasenkantensteine neu und bepflanze zunächst hauptsächlich mit den bereits vorhandenen Stauden aus anderen Beeten, die der Umgestaltung sowieso zum Opfer fallen werden. Außerdem habe ich mich schon um die Pflege des Rasens gekümmert – sanden, kalken, düngen -, denn dieser hat in den letzten Jahren wohl überhaupt keine Aufmerksamkeit bekommen und ist in einem eher desolaten Zustand.


Am kommenden Wochenende steht der Aufbau des Staketenzaunes im Mittelpunkt – für mich ein Highlight, denn dadurch wird der Garten schon sehr sein Gesicht verändern. Ich halte Euch auf dem Laufenden….