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Donnerstag, 26. November 2020

Endlich - das Gewächshaus!

Puh, als Gärtner muss man ja manchmal wirklich viel Geduld mitbringen - also SEHR viel Geduld! Eine Tatsache, die mir sowieso schon nicht leicht fällt, aber in diesem Fall wurde mein Geduldsfaden wirklich sehr strapaziert *lach*. 

Aber fangen wir von vorne an: Unten seht Ihr den Vorher-Zustand am 1. Tag der Übernahme des Gartens. 
Ein altes, in die Jahre gekommenes Gewächshaus und dahinter (siehe Foto 2) ein riesiger selbstgebauter Komposter. Und jede Menge "Zeug". Schon seit Jahren träume ich von einem eigenen kleinen Gewächshaus - aber doch nicht von so einem! Zunächst haben wir überlegt, ob wir das alte Gewächshaus vielleicht überarbeiten könnten. Aber bei dem, was mir vorschwebte, hätten wir so viel Geld und Zeit investieren müssen, dass eine Neuanschaffung sinniger war.

Gott sei Dank gibt es aber für ein gebrauchtes, altes Gewächshaus in einer Schrebergartenanlage immer einen dankbaren Abnehmer - und so war es auch bei uns. Innerhalb kürzester Zeit war das alte Haus abgebaut und einige Gärten weitergezogen. Heute steht es dort wieder in alter Pracht und beherbergt im kommenden Jahr Gurken. Toll, oder?





Wenn es nur mit dem Komposter genauso einfach gewesen wäre *lach*. Ich erspare Euch alle Details. Der Abbau, Abtransport und die Weiterverwendung des nur zum Teil verrotteten Komposts würde Euch nur langweilen und uns zudem an viele langwierige und kraftraubende Stunden Arbeit erinnern. Was zudem im Boden unter dem alten Komposter an Müll zutage kam, möchtet Ihr gar nicht wissen...


Aber natürlich mussten neue Komposter her (in schwarz - selbstverständlich!) und auch der Rasen musste dran glauben (auch darüber bewahren wir besser Stillschweigen).

Dann hieß es warten, denn unser bereits Anfang Mai bestelltes Traum-Gewächshaus sollte LANGE auf sich warten lassen. Ob es nur an Corona lag, dass wir eine Odyssee durchmachen mussten, bevor das komplette Gewächshaus endlich ankam, können wir im Nachhinein gar nicht so genau sagen. Aber unsere Beziehung zu unserem Haus-und-Hof-Baumarkt, über den wir das Gewächshaus bestellt haben, hat in dieser Zeit arg gelitten *lach*.


 
Nun war aber die Fläche endlich freigelegt und es konnte an den Aufbau gehen. Das Stahlfundament wurde mit Beton im Boden verankert, der Aufbau des Rahmens konnte beginnen. Wie Ihr seht - das Gewächshaus ist schwarz - Ihr habt sicherlich nichts anderes erwartet, oder? Außerdem haben wir uns für eine etwas ungewöhnliche Form entschieden, denn die leicht orientalisch anmutende Dachform lässt eine große Kopffreiheit zu. Mein Schatz hat den Aufbau an einem seiner freien Tage ganz alleine bewerkstelligt - gar nicht so einfach, wenn man die großen Teile alleine miteinander verbinden muss.


Hier stand es nun: das Gerippe.  Nun galt es noch, insgesamt 60 Glasscheiben einzusetzen - und tatsächlich waren auch alle 60 Scheiben unversehrt im Paket. Ich hatte da mit schlimmen Entdeckungen gerechnet...


Die gebogenen "Scheiben" sind natürlich nicht aus Glas, sondern aus Plexiglas und ließen sich relativ einfach in die vorgegebene Form biegen. Warum die Firma allerdings ihren Firmennamen auf wirklich jede Glasscheibe drucken musste - und das auch noch in weiß - verstehe ich tatsächlich nicht. Aber gut, so ist es halt :-).


Da wir das Gewächshaus nicht zum Anbau von Gurken oder Tomaten nutzen wollen, haben wir uns innen für einen Belag mit Marmorkies entschieden und außen für einen Bereich mit Splitt, damit bei Regen nicht immer die Erde an die Glasscheiben spritzt.


In der eigentlichen Gartenplanung war vorgesehen, dass das Gewächshaus einfach auf dem Rasen steht. Als wir nun aber alles so vor uns sahen, haben wir uns entschlossen, das Ganze in ein hübsch bepflanztes Beet einzubetten und alles mit einer Hecke einzufassen. Wie Ihr wisst, bin ich ja durch meinen vorherigen Garten ein wenig buchs-geschädigt *lach*. Wir haben uns also für Ilex crenata entschieden, damit mir wenigstens der Zünsler in Zukunft erspart bleibt. Die weitere Bepflanzung ist für kommendes Frühjahr geplant.




Insgesamt wurden in diesem Bereich über zwei Tonnen Splitt, Marmorkies, Gehwegplatten, Rasenkantensteine und Sand verbaut.

In der ehemaligen "Rumpelecke" ist so ein hübscher kleiner Bereich entstanden, in dem ich mich sicherlich in Zukunft viel aufhalten werde. Vor dem Gewächshaus steht eine Reneklode, die hoffentlich in den nächsten Jahren noch für ein bisschen Schatten sorgen wird.


Und damit wir trockenen Fußes an die Komposter kommen können, hat mein Schatz auch noch einen wunderbaren Weg verlegt. Gut, wenn man einen geschickten Handwerker im Haus hat...


Für die Inneneinrichtung haben wir uns für zwei Werkbänke vom blauen Möbelschweden entschieden. Sie sind sehr robust und passen optisch perfekt in das Gewächshaus. Die Schattierungs-Rollos habe ich im Internet bei einem anderen Anbieter entdeckt. Sie passen hervorragend von der Größe und lassen sich einfach mit Saugnäpfen an den Scheiben befestigen. Vom Hersteller des Gewächshauses gab es nur weißes Schattiergewebe zum Selber-Zuschneiden. Hmmm, weiß hätte ich hier wirklich seltsam gefunden...




Auch einen Stuhl mit einem kleinen Tisch gibt es. Wir haben uns aber dazu entschieden, noch einen zweiten Stuhl zu kaufen, damit wir auch zusammen dort mal einen Kaffee trinken können :-).




Wir sind jedenfalls sehr zufrieden mit unserem Gewächshaus und freuen uns schon riesig, wenn es im kommenden Frühjahr mit der Anzucht von Sommerblumen losgehen kann. Bis dahin werden wir aber sicherlich die Winterzeit mit einer kleinen Gartenauszeit genießen, damit wir dann im kommenden Frühjahr voller Frische an den Komplett-Umbau der Laube gehen können.

Donnerstag, 3. September 2020

Ein Teich entsteht...


Ja, mich gibt es auch noch *lach*. Entschuldigt bitte die längere Pause, aber wir haben die letzten Wochen viel gearbeitet, um dem Traum vom eigenen Gartenteich näherzukommen. Und tadaa: Es ist uns geglückt! Wollt Ihr sehen, was passiert ist? Dann los:





Ja, diesen trübsinnigen Eindruck machte der Garten, als wir ihn im Januar 2020 zum ersten Mal bei Tag gesehen haben. Der Teil des Gartens, den wir für den Gartenteich vorgesehen haben, war vorher in mehrere Bereiche unterteilt, die eigentlich nicht viel Sinn ergaben. Es gab ein Beet mit Wein an einem uralten Klettergerüst, ein weiteres Beet mit Himbeeren und Brombeeren an einem noch älteren Klettergerüst. Dazwischen ein Streifen Rasen und eine kleine Sitzfläche. Am Rand ein völlig verunkrautetes Beet mit den seltsamsten Gewächsen. Im Laufe der letzten Monate haben wir schon die Gerüste abgebaut, den Wein entsorgt und die Him- und Brombeeren versetzt.


Im ersten Schritt mussten wir nun die Rasenfläche entfernen. Ich würde nun gerne behaupten, ich hätte diese Arbeit übernommen, aber wenn ich ehrlich bin, ist das Abtragen von Rasen so ziemlich das Schlimmste, was einem im Garten passieren kann. Umso glücklicher bin ich, dass mein Schatz diese Aufgabe ohne Murren und Knurren übernommen hat. Auf dem Bild oben seht Ihr die zukünftige äußere Umrandung des Teiches. Aber wohin nun mit dem ganzen Rasen und dem Erdaushub? Die Rasensoden haben wir mit der Rasenfläche nach unten als zwei kleine Wälle neben dem Teich rechts und links aufgestapelt, den Erdaushub oben drauf gegeben.


Bei einem Teich solcher Größe wundert man sich allerdings, wie viel Erdaushub da zusammenkommt *lach*. Gott sei Dank war die Erde in unseren sechs Hochbeeten in den letzten Monaten durch Regen stark nach unten gesackt, so dass wir einiges des Aushubs in die Hochbeete packen konnten. So sparen wir uns zusätzlich im nächsten Frühjahr das teure Nachkaufen von Erde. Aber es blieb natürlich trotzdem noch jede Menge Erde für die Wälle übrig.


Viele Stunden Schaufeln später - auch hier war ich nicht wirklich involviert, der Dank gebührt auch hier meinem Schatz - war der Aushub geschafft! Der Teich besteht aus einer kleinen, tiefen Zone (etwa 80 Zentimeter tief), einer Flachwasserzone und einer Sumpfzone.


Als erstes haben wir den Teich mit einem dicken Vlies ausgelegt, auf das dann die Teichfolie kam. Heutzutage kann man Teichfolien in nahezu jeder Größe im Internet bestellen und liefern lassen, so dass das mühselige Verkleben der Folie entfällt. Unsere Folie (und ebenso das Vlies) hatten eine Größe von 6 x 8 Metern.


Nun begann der eigentlich aufregende Teil der Aktion *lach*: Wir hatten uns fast 2 Tonnen Flusskiesel in unterschiedlichen Größen bestellt, die es nun zu verteilen galt. Ein ortsansässiger Baustoffhandel hatte uns die Steine bis an das Haupttor der Schrebergartenanlage gebracht - und von dort aus musste es nur noch eben mit Schubkarre und Wägelchen bis zum Garten transportiert werden - haha. 


Nun konnten wir aber nicht einfach die Flusskiesel auf der Folie verteilen. Nein, alle Steine mussten vorab gereinigt werden, denn sie waren mit einer feinen Staubschicht überzogen. Wenn man diese so in den Teich gibt, hat man hinterher die wunderbarste, hellste Sandschicht auf dem Boden des Teichs, die man sich vorstellen kann - und die auch nicht mehr verschwindet. Also musste alles gereinigt und dann Stein für Stein verteilt werden. Wir haben nur den Rand und einen großen Teil der Sumpfschicht mit Steinen bedeckt, denn wir wollten nicht den ganzen Teich mit den hellen Steinen füllen - auch dies ist sicherlich eine Geschmacksfrage. Gleichzeitig konnten wir schon beginnen, den Teich mit Wasser zu füllen - ein sehr erhebendes Gefühl kann ich Euch sagen!


Nun sollte natürlich auch noch ein kleiner Sitzplatz am Teich entstehen, damit wir das Wasserplätschern unserer kleinen Wasserfontäne auch richtig genießen können. Diesen haben wir mit Pinienmulch ausgestattet - wie auch bei unseren sechs Hochbeeten auf der anderen Seite des Gartens. Man kann nun hinter den Stühlen durch einen Durchlass im Staketenzaun in den hinteren Teil des Gartens gehen und kommt so auch zu der Stelle, an der in den nächsten Wochen das lange und sehnlich erwartete Gewächshaus entstehen soll. Aber das ist eine andere Geschichte....

Das Tomatenhaus wird natürlich noch verschwinden. In dem Beet hinter den Stühlen sollen zwei Spalierobst-Birnen und Gräser Platz finden - aber diese müssen wir erst noch organisieren.


 Von meiner Mutter hatte ich mir im Vorfeld riesige Mengen an Ablegern von wunderschönen Bodendeckern organisiert, die ich am darauffolgenden Tag rund um den Teich auf den beiden Wällen verteilte und die nun nur noch anwachsen müssen. Den Teich selber haben wir übrigens mit einer Solarpumpe mit Akku versehen, da wir ja im Schrebergarten keinen Stromanschluss haben. Es funktioniert übrigens einwandfrei.


Einige Teichpflanzen - u. a. eine Seerose - haben sich noch hinzugesellt und voilà: alles fertig!
So langsam sind wir nach acht Monaten Schrebergartenbesitz einmal durch das ganze Grundstück gepflügt und haben alles auf den Kopf gestellt *lach*. Bleibt noch das Gewächshaus für dieses Jahr - aber das erzähle ich Euch ein anderes Mal.

Freitag, 3. Juli 2020

Der Garten im Sommer (und Gewinner)



Der Sommer ist da - endlich! Im Februar bei Eiseskälte habe ich schon sehnsüchtig darauf gewartet, wie dieser Garten wohl im Sommer aussehen mag. Das Grundstück war ja für uns ein einziges Überraschungspaket, denn im blühenden und grünen Zustand hatten wir ihn ja nie zuvor gesehen. Unsere Planungen gab es nur auf dem Papier und sich dann den tatsächlichen Garten im Sommer vorzustellen, fällt schon mal schwer.


Der Ziergartenbereich wurde umfassend geändert - viele neue Beete angelegt, unendlich viele neue Stauden und Gehölze sind dazugekommen, Rasen wurde reichlich verpflanzt. Und der Gemüsegarten hat auch eine wahnsinnige Verwandlung vollzogen. Unsere sechs Hochbeete sind in vollem Einsatz! Wir ernten wie verrückt Zucchinis, Kohlrabis und Radieschen - kein Wunder bei all den Nährstoffen, die sich in den Hochbeeten befinden *lach*. Wir haben schließlich riesige Mengen Kompost darin versenkt. Und die bevorstehende Hokkaido-Ernte macht uns schon ein bisschen Sorgen - das Hochbeet quillt über *lach*!



Das geplante neue Gewächshaus lässt nun leider noch bis Anfang September auf sich warten, der Hersteller muss erst neu produzieren *seufz*. Aber eigentlich hat dies auch Vorteile - der erst für nächstes Jahr geplante Teich wird einfach vorgezogen und wir machen uns im Urlaub im August daran, ihn umzusetzen. Man muss die Dinge immer nur positiv sehen!

Zum Schluss freue ich mich, die Gewinnerin meiner letzten Buchverlosung bekanntzugeben. Gewonnen hat die liebe Heike mit folgendem Kommentar:

Liebe Anja,
es ist eine Freude zu sehen, mit welchem Enthusiasmus Du Dein neues Projekt angehst.
Ich habe genau das im Buch besagte Petersilienproblem und dann kommt noch bei den Gemüsen die weiße Fliege hinzu. Es gäbe da so einiges an Problemen und Problemchen vor allem in meinem Gemüsegarten. Da stehe ich irgendwie damit auf Kriegsfuß.
Meine Tochter hat letztes Jahr ein Baby UND einen Garten bekommen ;-)und ich glaube sie könnte auch vom geballten Rasch-Wissen profitieren.
Vielleicht können wir beide uns ja gemeinsam Tipps zu Nutze machen.
Viele Grüße und weiterhin viel Spaß im neuen Gärtchen von Heike aus Pirna


Liebe Heike, melde Dich doch bitte unter mail-an-gartenbuddelei@gmx.de bei mir, dann kann sich der Gewinn auf den Weg zu Dir machen!


Dienstag, 16. Juni 2020

Garten-Docs – alles im grünen Bereich (Buchvorstellung mit Verlosung)

*Werbung

 Als Neu-Schrebergartenbesitzer hat man plötzlich ganz viele Fragen! Und das, obwohl man vielleicht – wie ich – schon viele Jahre begeistert gärtnert und sich schon ein gewisses Grundwissen angeeignet hat. Da mag ich mir gar nicht vorstellen, wie viele Fragen erst Neu-(Schreber)Gärtner quälen, die ganz ohne Vorkenntnisse in dieses Abenteuer eintauchen. Für mich ist zum Beispiel alles rund ums Thema „Obst und Gemüse“ absolutes Neuland! In meinem vorherigen, schattigen Garten ergaben sich diese Möglichkeiten einfach nicht. Nun – im neuen Garten – liegen plötzlich fast 500 qm offene Gartenfläche in voller Sonnenlage vor mir. Ein Umstand, an den ich mich erstmal gewöhnen muss.

 Nun steht man also da mit all seinen offenen Fragen und versucht, sich im Internet so gut es geht, schlau zu machen. Auch Telefonate mit der Mama, die auf dem Gebiet des Gemüse- und Obstanbaues deutlich mehr Erfahrung hat, können lohnend sein *lach*. Nun habe ich aber eine Hilfe für mich entdeckt, die ich immer in meiner Nähe haben kann, die mich kurz und knapp über alle wichtigen Bereiche des Gärtnerns informiert und mir schon aus so mancher verzwickter Lage heraus geholfen hat.

 

Die Rede ist von den „Garten-Docs“ aus dem ZS Verlag. Vielen vielleicht ein Begriff wegen der gleichnamigen Serie im NDR-Fernsehen, in der Peter Rasch und sein Team fundierte Anworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Garten beantworten. Nun haben sie all ihr Wissen in ein gedrucktes Exemplar gepackt und bieten geniale Antworten auf die wichtigsten Gartenfragen! 


Dabei gehen sie wirklich auf ALLE wichtigen Fragen ein, die uns Gärtner immer mal wieder verzweifeln lassen: Welche Rasensaat ist für mein Grundstück die richtige? Welcher Rasenmäher passt zu mir und meinem Grundstück? Die Krönung: einen Gartenteich anlegen. Wie kriege ich meine Exoten am besten durch den Winter? Wie stelle ich gesunde Pflanzennahrung einfach selbst her? Wann und wie schneide ich Obstbäume richtig? Wie mache ich mein Gewächshaus winterfein? Und viele, viele Fragen mehr…… 


In klaren Worten, ohne viel Schnickschnack gelingt es Peter Rasch und seinem Team, die dringlichsten Fragen rund um den Garten auf den Punkt zu bringen. Und einige Themenkomplexe haben bei mir auch schon einen Post-it-Aufkleber bekommen, damit ich zu gegebener Zeit auch ganz fix nachschauen kann, wie genau die geplanten Projekte am besten umzusetzen sind. Ich sage nur: Gartenteich! 


Zusammenfassend kann ich das Buch also nur wärmstens empfehlen! Und damit ich Euch hier nicht nur von dem Buch vorschwärme, gibt es – wie immer bei mir – natürlich auch diesmal eine Ausgabe des Buches zu gewinnen! Wenn Ihr also auch dringende Gartenfragen habt, die genialer Antworten bedürfen, dann freue ich mich, wenn Ihr bis einschließlich zum  28.06.2020 einen Kommentar unter diesem Post hinterlasst. Damit nehmt Ihr automatisch an der Verlosung teil. Ich drücke Euch fest die Daumen!



Freitag, 5. Juni 2020

Endlich! Die Hochbeete sind fertig!


Nach zweieinhalb Monaten haben wir am vergangenen Wochenende endlich (!) unser erstes und größtes Projekt im Garten fertiggestellt. Puh, das war aber eine Aktion! Da habe ich im Februar ganz lustig vor meinem Gartenplan gesessen und mal eben schnell beschlossen: 6 große Hochbeete wären nett! *hahaha* Hätte ich zu diesem Zeitpunkt geahnt, was genau dieses Vorhaben alles beinhaltet und wie viel Zeit und Kraft und Arbeit nötig werden würden, um es umzusetzen, dann hätte ich wohl doch mal einen Moment länger darüber nachgedacht *lach*.

So sah es zu Beginn aus:



Rasenfläche und ein großes, nacktes Beet, in dem die Vorbesitzerin einfach ihr Gemüse gezogen hat. Hach, wie einfach hätte es doch sein können... Aber nein, ich musste mich ja für die "Luxusvariante" entscheiden...

Also erstmal einen Zaun um den ganzen Bereich....


... und dann ging es auch schon los mit dem ersten Hochbeet. Dafür musste natürlich nach und nach die ganze Rasenfläche abgestochen und entfernt werden. Eine mühselige Arbeit, die ganz schön schweißtreibend war. Riesige Berge an Rasensoden sammelten sich an und wir waren erschrocken, wie viel da tatsächlich zusammenkam. Erst später würden wir merken, dass uns gerade dieser Riesenberg noch gut auskommen würde.


Die Hochbeete sind aus einfachen Holzlatten gebaut, die an insgesamt 6 Pfosten verschraubt und mit jeweils einer Einschlaghülse im Erdreich versenkt sind. Hört sich total easy an, war aber in Wirklichkeit kein Zuckerschlecken, denn die Einschlaghülsen waren teilweise 90 cm lang und mussten erstmal im Erdreich versenkt werden. Viele, viele Schrauben später stand dann das erste Hochbeet ziemlich nackig da.

Ein erster Anstrich mit einer farbigen Holzschutzlasur erfolgte und sollte eigentlich auch die Endfarbe des Hochbeetes darstellen - schwarz. Leider entpuppte sich die Farbe nicht als "schwarz" sondern als "dreckigbraun" *lach*. Nun war die teure Farbe aber gekauft und so haben wir alle Hochbeete damit vorbehandelt und später mit einer tiefschwarzen Farbe versehen.




Nun ging es ans Auskleiden des riesigen Kastens. Unten haben wir Hasendraht eingebracht, der rundum festgetackert wurde. Dieser Hasendraht ist außerordentlich wichtig, um Wühlmäuse fernzuhalten. Die Seitenwände wurden mit dünner Teichfolie ausgekleidet, um das Holz vor Nässe und Schmutz zu schützen.


Danach ging es parallel mit weiteren Hochbeeten weiter und die bereits fertigen Exemplare wurden mühselig gefüllt. Unten erhielt jedes Beet eine dicke Schicht Äste, die vorher beim Frühjahrsrückschnitt angefallen waren. Leider waren diese Vorräte nach dem dritten Beet aufgebraucht und so mussten wir uns für die letzten drei Beete mit dem Handkarren in den nahe gelegenen Wald aufmachen, um Astmaterial einzusammeln.


Die Flächen rund um die Hochbeete wurden nach und nach mit Vlies abgedeckt. Eigentlich wollten wir dort Rindenmulch verteilen. Im Gartencenter haben wir dann aber recht schnell festgestellt, dass Rindenmulch weder gut aussieht noch gut riecht. Tja, die Wahl fiel dann auf Pinienrinde, die viel schöner aussieht, aber auch viel mehr kostet *seufz*. Ich möchte Euch nicht erzählen, wie viele Tüten wir gebraucht haben, um alles zu bedecken.


Langsam aber sicher nahm alles Form an und es war schön zu beobachten, wie sich die ganze Sache entwickelte. Auf die Astschicht folgte dann jeweils eine dicke Schicht der vorher abgestochenen Rasensoden. Diese legt man mit der Rasenschicht nach unten auf die Äste, damit auch sicher kein Rasen nach oben nachwächst.  Darauf kam dann eine dicke Schicht Gartenerde, dann eine dicke Schicht Kompost (wie gut, dass wir einen gut gefüllten Komposter vor Ort hatten) und - weil uns irgendwann das Material ausging - jede Menge Gartenerde aus dem Fachhandel.



Und dann kam der beste Moment! Alle sechs Beete waren fertig, schwarz gestrichen, gefüllt und bepflanzt! Der gesamte Außenbereich mit Vlies bedeckt und mit Pinienrinde verschönert. Ich kann Euch gar nicht sagen, was für ein befriedigendes Gefühl das war *lach*!






In einer Ecke unseres Gemüsegärtchens war sogar noch Platz für ein hübsches Weinfass, bestückt mit einem Binsengras und einigen Schwimmpflanzen. Zusätzlich haben wir noch einen kleinen solarbetriebenen Springbrunnen dazu gegeben, sehr praktisch für einen Schrebergarten, weil die Sache mit dem Strom ja schwierig ist. Es funktioniert aber wirklich super, so lange die pralle Sonne auf dem Becken steht. Die Kinder der Nachbargärten finden das übrigens auch sehr spannend!


Zeitlich waren wir zum Schluss ein wenig spät dran, was die Bepflanzung der Hochbeete anging. Deswegen haben wir uns in diesem Jahr für folgende, eher einfache Gemüsepflanzen entschieden:

grüne Zucchini
Kohlrabi
Radieschen
Hokkaido
Erbsen
Feldsalat
Aubergine
gelbe Paprika
Kartoffeln
Erdbeeren





Wir probieren dieses Jahr einfach mal so rum und schauen, was gut klappt und was wir im nächsten Jahr ändern werden. Am kommenden Wochenende werde ich noch einige Süßkartoffelpflanzen setzen, diese allerdings nicht mehr in die Hochbeete.



Als nächstes geht es an die Verschönerung unseres hinteren Schuppens, die Entfernung des alten Riesen-Komposters und ein neues Gewächshaus. Ihr merkt schon, uns geht die Arbeit nicht aus *lach*.

Und beim nächsten Mal habe ich mal wieder eine schöne Buchvorstellung für Euch - natürlich mit Verlosung, Ihr sollt ja auch was davon haben! Schaut also gerne wieder vorbei....