Sonntag, 2. August 2015

Hydrangea



Jedes Jahr wieder freue ich mich besonders auf die Hortensienblüte in meinem Garten.


Jedes Jahr wieder bin ich aber auch ein wenig nervös, denn nur wenn der Winter einigermaßen mild war, kann ich mit einer großartigen Blütenfülle rechnen.



Es gab schon Jahre, da hatte ich kaum Freude an meinen Hortensien, weil ein strenger Winter alle Blütenansätze zunichte gemacht hatte.


Und in diesem Jahr? Der Winter war zahm und hat die Hortensien geschont, die Büsche quellen nur so über vor lauter Blüten - wenn auch die Blüten an sich in diesem Jahr etwas kleiner ausfallen.


In meinem Garten stehen inzwischen über 40 Hortensienbüsche - einfach weil sie besonders gut in meinen Schattengarten passen. Und pflegeleicht sind sie auch noch - was will man mehr? Im Frühjahr versorge ich sie mit einer Handvoll Hortensiendünger und befreie sie von ihren alten Blütenständen - mehr wollen sie gar nicht.


Aber nicht alle meine Hortensien blühen in zartem rosa oder pink. Einige sind auch blau verfärbt - obwohl ich sie nicht speziell behandele. Heute wollen wir uns aber nur die Rosa-Mädchentraum-Blüten anschauen - die blauen zeige ich Euch ein andermal *lach*.


Der Sommer ist noch einmal zurückgekehrt - wie schön! Die letzten Tage habe ich viel Zeit in meinem Garten verbracht - meine Männer haben eine gemeinsame Vater-Sohn-Reise unternommen - und ich, ich konnte ausgiebig im Garten für Ordnung sorgen. Was für eine schöne Zeit...

Dienstag, 28. Juli 2015

Mein wunderbarer Gartensalon - Eine Buchvorstellung und Verlosung

Die Zeit rast nur so dahin und ich habe mit Schrecken festgestellt, dass meine letzte Buchvorstellung tatsächlich im MÄRZ war! Das geht natürlich gar nicht und deswegen stelle ich Euch heute ein ganz bezauberndes neues Buch vor, das mich schon aufgrund seines reizenden Covers sofort angesprochen hat.

Die Rede ist von dem neuen Werk "Mein wunderbarer Gartensalon. Wie Frauen in ihrem Garten das Leben genießen" von Katja Mutschelknaus aus dem Thiele-Verlag.



 Schon der Titel ließ mich zustimmend mit dem Kopf nicken, denn wir Frauen sind ja tatsächlich Meisterinnen im Einrichten von Gartenzimmern, die unser Herz höher schlagen lassen. Wahrscheinlich sind auch viele Männer von diesem Virus befallen - aber wir Frauen reden einfach häufiger darüber und zelebrieren unsere Garten(t)räume einfach mehr. Wer liebt es nicht, sich seine kleine Oase im Garten mit passenden Möbeln, Kissen, Decken und Kerzen einzurichten?


Hier noch ein Tässchen mit Rosenmuster und einer passenden Blüte, dort ein frisch gepflücktes Blumensträußchen in einer auf dem Trödelmarkt ergatterten Vase - schon sind wir zufrieden und lassen uns mit einer neuen Gartenzeitschrift in die Kissen sinken. Natürlich nur so lange, bis uns der Anblick des ersten Unkräutleins dazu drängt, uns wieder zu erheben *lach*.





Katja Mutschelknaus - die Autorin dieses Werkes - studierte Kulturanthropologie, Volkskunde, Mediävistik und Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in München und Los Angeles. Sie ist Expertin für kulinarische Kulturgeschichte und Esskultur und veranschaulicht in ihrem Buch eindrucksvoll, dass unsere Vorliebe, aus unserem Gartenreich ein ganz persönliches Wohlfühlzimmer zu gestalten, nicht erst ein Wunder der letzten paar Jahre ist, sondern schon viele Jahrhunderte zelebriert wird.


Die Autorin war ein typisches "Draußenkind" und verbrachte ihre Ferien gern schaukelnd und Baumhäuser bauend im Grünen (kommt mir SEHR bekannt vor - bis auf das Baumhausbauen *schmunzel*). Heute nutzt sie Balkon und Garten als Zimmer im Freien - und bewirtet dort gerne Freunde und Familie.


Viele wundervolle Rezepte und Dekorationsvorschläge hat sie in diesem bunten Gartenwerk vereint - unterteilt in verschiedene Kapitel, die sich mit den unterschiedlichsten Themen der Garteninszenierung beschäftigen.  Katja Mutschelknaus schüttet ein Füllhorn an Ideen und Tipps aus: Ladies Lunch und Tea Time mit Rosen, Kaffeeklatsch im Grünen mit der Freundin und Picknick am Gartentisch. Selbst Schönheitsrezepte für den Wellness-Tag und magisch-zauberische Bräuche, Barockfeste im Sommer und berauschende Liebesdüfte verbunden mit Champagnerlaune und prickelnden Momenten kommen bei ihr nicht zu kurz.


Dieses Buch quillt nur so über vor Ideen, Rezepten und geschichtlichen Hintergrundinformationen rund um das Thema "Draußen genießen" - egal ob allein, mit dem Partner oder vielen guten Freunden, die das Gartenreich am Abend mit Lampionbeleuchtung und romantischer Atmosphäre genießen wollen.


In diesem Buch gibt es für jeden Anlass und jeden Geschmack etwas zu entdecken - besonders die DIY-Begeisterten unter Euch werden sicher fündig werden. Neben Rezepten für Potpourries und Räucherdüften gibt es viele Ideen für Hausgemachtes & Eingemachtes, Schönmacherrezepte, Pasta-, Fleisch-, Geflügel- und warme Gemüsegerichte, um hier nur eine kleine Auswahl zu nennen. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin stets die Bezugsquellen für die verwendeten Materialien nennt, so kann man schnell und unkompliziert im Internet auf die Suche gehen.


Ein Buch also, das wie gemacht ist, um sich damit einen gemütlichen Nachmittag im Liegestuhl neben dem Gartenteich zu gönnen und die herrlichsten Vorbereitungen für die nächste Gartenparty mit Freunden oder einfach mit sich alleine zu planen.


Von Katja Mutschelknaus gibt es übrigens schon zwei weitere Buchveröffentlichungen. Im Jahr 2008 erschien "Kaffeeklatsch. Die Stunde der Frauen" und 2010 "Frauen mit Geschmack. Vom Vergnügen, eine gute Köchin zu sein". Vielleicht kennt Ihr ja bereits eins ihrer Werke? Wer mehr über Katja Mutschelknaus erfahren möchte, kann sich gerne auch auf ihrer Homepage umsehen.


Der Thiele-Verlag war so freundlich und hat mir ein Exemplar dieses wunderschönen Seelenschmökers zur Verfügung gestellt, damit sich auch eine/einer von Euch darüber freuen kann. Ich verlose also unter allen, die mir unter diesem Post bis einschließlich zum 04.08.2015 einen Kommentar hinterlassen, ein Exemplar von "Mein wunderbarer Gartensalon. Wie Frauen in ihrem Garten das Leben genießen". Die anonymen Leser unter Euch bitte ich, mir wenigstens einen Namen oder eine Emailadresse mit anzugeben und bei den Bloggern unter Euch bedanke ich mich herzlich, wenn Ihr das letzte Foto mit auf Euren Blog nehmt, um auf meine Verlosung hinzuweisen.


Nun wünsche ich Euch ganz viel Glück und drücke uns allen die Daumen, dass der Sommer ganz schnell wieder zu uns zurückkommt - der Garten bedarf  nach den Stürmen der letzten Tage dringend einiger aufräumender Hände *lach*...

Sonntag, 26. Juli 2015

Nigella und das große NEIN




In den vergangenen Tagen haben wir eine kleine Reise unternommen und uns zwei wunderschöne Städte angesehen. Wenn Ihr mögt, zeige ich Euch gerne, wo wir waren. Heute aber möchte ich Euch zeigen, was ich ganz überraschend in einem kleinen Blumenladen entdeckt habe, während meine Männer sich im Hotelpool von den Strapazen der Touritour erholt haben *lach*.


Dieser wunderschöne Nigella-Kranz lachte mich geradezu an. Ihr hättet doch sicherlich auch nicht widerstehen können, oder?


Nur einmal hatte ich bislang eine Jungfer im Grünen in meinem Garten - und das war im vergangenen Jahr. Leider hat sie sich nicht ausgesät und ist wieder aus meinem kleinen Gartenreich verschwunden.


Und als kleine Zugabe zu meinem Glückskauf habe ich auch noch jede Menge Samen bekommen, die haufenweise aus den Kapseln gefallen sind, als ich den Kranz auf den Kopf gedreht habe *freu*.
Da will ich doch mal hoffen, dass ich im kommenden Jahr auch mal wieder eine Jungfer in meinem Garten begrüßen darf...


Und wenn Ihr mögt, hier noch eine kleine, hübsche Geschichte zur Jungfer im Grünen:

Die kleine zarte blaue Sommerblume und das große NEIN

Eine Erzählung über die “Jungfer im Grünen”


Eines Tages betrat eine junge Fremde den Laden von Frau Blumenfee. Zielstrebig ging sie auf den Kübel mit den filigran wirkenden blauen Blüten zu und betrachtete sie.
“Gut”, sagte sie. “Hier bin ich richtig.”
Frau Blumenfee musterte die junge Frau.

“Jeder ist – irgendwie – irgendwo immer richtig”, antwortete sie schließlich. “Es gibt viele Wege, diese ‘richtigen’ Orte zu finden.” Die junge Fremde nickte. “Die Wege sind mir bekannt, selten aber die Ziele. Sie … sie sind Geschenke des Zufalls. Und mir scheint, soeben habe ich eines jener seltenen Geschenke gefunden.” Sie greift zu einer unscheinbar wirkenden Blüte, die mit ihren tiefblauen, im zarten Blattgrün verborgenen Blütenblättern einer Kornblume glich, schnupperte, schloss für einen Moment die Augen, murmelte: “Der Duft aus einer anderen Zeit. Das ist sie. Meine Blume. Die Blume des Wortes ‘Nein’. Lange habe ich nach ihr gesucht, doch ich konnte sie in diesem Leben nicht finden. Es ist der leise Duft meiner Heimat. Schwebend. Dem Duft des Veilchens ähnlich.”

Sie blickte auf, sah Frau Blumenfee mit strahlenden Augen, die die gleiche Farbe wie die Blütenblätter hatte, an. “Überall konnte man sie finden damals, in Gärten, an Wegen, Feldrainen. Bis man sie als altmodisch und unscheinbar befand und verbannte.” Die beiden Frauen schwiegen einen Augenblick.

“In jenem anderen Leben nannte man mich ‘Greta’. Jungfer Greta”, fuhr die Fremde fort. Sie deutete zur Burgruine, deren Mauerreste über die Baumwipfel des Berges am Rande der kleinen Stadt ragten. “Dort oben bei Ritter Clausfried war ich als Kammerfrau zu Diensten. Es war eine gute Arbeit und ich konnte mir ein anderes Leben, ein kärgliches Leben in einer der kleinen Bauernkaten am Fuße des Burgberges nicht vorstellen. Ich liebte nur einen, und der war unerreichbar für mich. Clausfried. Daher sagte ich “Nein!”, als der junge Robert mich freite. Diese Blume, das Symbol meiner Ablehnung, sandte ich ihm als Antwort zu … und blieb alleine, ein Leben lang. Jenes Leben, damals …”

Sie seufzte leise, lächelte wieder.
Frau Blumenfee erwiderte ihr Lächeln.
“‘Jungfer im Grünen’ wird sie genannt, diese hübsche, kleine Blüte”, antwortete sie schließlich. “Und sie kommt immer mehr wieder in die Gärten zurück. Sie ist keine ‘vergessene’ Blume.” Die junge Fremde lachte. “Alles ist – irgendwie – irgendwann immer wieder richtig. Und für sie”, sie deutete auf die Blume, ist die Zeit nun wieder die richtige.” Sie zwinkerte Frau Blumenfee zu. “So wie die meine auch.”

Sie deutete eine leise Verbeugung an, hauchte ein “Leben Sie wohl!” … und war mitsamt der blauen Blume verschwunden. “Das wünsche ich Ihnen auch, verehrte Jungfer Greta oder wie immer sie heute heißen mögen”, murmelte Frau Blumenfee. “Und passen Sie auf sich auf!”
Sie wischte sich leicht verwirrt über die Augen, so wie sie es immer tat, wenn ihre Blicke und Ohren für einige Momente in einer anderen, einer früheren Zeit, geweilt hatten.

© Elke Bräunling

Mittwoch, 22. Juli 2015

Palais Het Loo/Niederlande

Ich schulde Euch noch die Fotos von unserem kleinen Ausflug, den meine Freundin und ich auf dem Weg zurück aus Giethoorn (*klick* und *klick*)  noch gemacht haben. 

Seinerzeit haben wir das wunderschöne Palais Het Loo bei Apeldoorn besucht, das im  Jahr 1686 im Auftrag von König-Statthalter Willem III. und seiner Gemahlin Mary Stuart gebaut wurde und ihnen als Sommerresidenz gedient hat.


Neben wunderhübschen Stallungen und Pferdeställen gibt es das große Palais zu bewundern, das mit seinen zahlreichen wunderschön eingerichteten Zimmern zu durchwandern und zu genießen ist.



Ich habe Euch einfach mal einige Fotos aus dem Innenbereich mitgebracht, damit Ihr einen Eindruck bekommt, wie üppig und bombastisch die Räumlichkeiten sind. Es macht große Freude, durch die Räume zu wandern und sich vorzustellen, wie damals die Damen mit ihren weiten, langen Reifröcken durch die Gänge geschwebt sind.




Seht mal da oben: Auch früher war man schon sehr mutig, was die Wandfarbe anging und ich weiß jetzt auch, woher Herr Glööckler seine Tapetenideen hat *lach*.


Der wirkliche Grund unseres Besuches im Hause Oranien-Nassau war aber natürlich nicht das Schloss, wenn es auch noch so hübsch anzusehen war. Was mich am meisten an diesem Schloss interessierte, waren seine Gärten! Ihr wundert Euch sicherlich nicht....


König-Statthalter Willem III. baute nämlich nicht nur ein Schloss, sondern ließ auch einen prachtvollen Garten anlegen. Schloss und Garten waren eine Einheit: Das Schloss wurde "Innensaal" genannt, die Gärten "Außensaal". Die Gärten von Het Loo waren viel mehr als ein fürstliches Hobby: Sie symbolisierten den Rang und die Macht von Willem III.


Die barocken Gärten des Schlosses Versailles waren Inspirationsquelle für den Entwurf der Gärten von Het Loo. Durch die Gestaltung und die spezielle Auswahl von Blumen und Pflanzen bekamen sie jedoch ihr eigenes holländisches Gesicht.


Ich hatte den Garten kurz vorher in einem sehr alten Buch über Schlossgärten entdeckt und sofort beschlossen: die üppigen Buchsparterre muss ich unbedingt sehen. Bei unserer Ankunft war ich allerdings etwas enttäuscht, denn auch an diesem Barockgarten ist der Buchsbaumpilz nicht vorübergegangen und so wurden im Jahr 2013 alle Buchshecken entfernt und stattdessen japanische Stechpalme verwendet.


Zum einen waren diese Pflanzen natürlich noch lange nicht so üppig, dass sich ein gefälliges Bild ergeben hätte und zum anderen musste ich auch hier wieder feststellen, dass es leider keinen wirklichen Ersatz für den Buchsbaum gibt *seufz*.  Die Broderieparterre sind trotzdem kunstvoll angelegt und bieten natürlich einen beeindruckenden Anblick.





Dieser beeindruckende Laubengang war eine Sensation - man fühlte sich in eine andere Welt versetzt, obwohl außerhalb viele Besucher unterwegs waren.



Ich hoffe, unser kleiner Ausflug hat Euch gefallen. Vielleicht habt Ihr ja Lust und Zeit, Euch irgendwann selbst ein Bild von den Gärten von Het Loo zu machen. Hier *klick* findet Ihr noch weitere Informationen.