Montag, 25. Mai 2015

... rauschen übers Land



Wildgänse

Wildgänse rauschen übers Land.
Der Mensch steht da, ist wie gebannt.
Ein Schauspiel, das er selten sieht,
ihm wird ganz seltsam im Gemüt.
Es ist des Menschen selten Glück,
er sieht sie ziehen, Stück für Stück.
Es sind nicht zwei, drei, fünf, sechs, zehn,
nein, über hundert, die dort stehn.
Auf einem Feld, noch frisch gemäht,
sich gütlich tun für ihre Reise
genehmigen sie sich diese Speise.
Ist es doch toll mit anzusehn,
wie Wildgänse auf dem Acker stehn.

(Gerhard Ledwina)


Es ist jedes Jahr wieder ein wunderschöner Moment, wenn die Wildgänse zurückkehren, um sich in unserem kleinen Städtchen niederzulassen. Sie haben ihre festen Stammplätze, die sie zuverlässig wieder beziehen, um dort ihre Nachkömmlinge zu bekommen und groß zu ziehen.

Eine der jährlich größer werdenden Wildgänsegruppe findet sich immer in einem unserer städtischen Parks ein. Dort kann man sie wunderbar mit ihrem süßem Nachwuchs bewundern.


Und während ein "Späher" die Gesamtlage im Blick hat, geben sich alle anderen Familienangehörigen der Gefiederpflege oder der Futteraufnahme hin. Da wird gepickt und gehackt, dass es eine wahre Freude ist. Nähert sich allerdings ein "Feind" - dies kann schon mal ein freilaufender Hund sein - dann stößt der "Späher" direkt einen Warnton aus und alle anderen erwachsenen Tiere gehen in Hab-Acht-Stellung.


Im Laufe der Jahre haben aber viele der Hunde wohl gelernt, dass es nicht besonders sinnvoll ist, sich mit einer aufgebrachten Gänseschar anzulegen *lach*.


Umso schöner ist es für uns Spaziergänger, so nah an diese große Truppe heranzukommen. Sie lassen sich von uns nicht weiter stören und so können sich alle begeistert an diesem Anblick erfreuen.


Bilder von den vielen kleinen Federknäueln zu schießen, ist gar nicht so einfach, denn die gesamte Gruppe ist irgendwie immerzu in Bewegung.


Für mich gibt es nichts Schöneres, als schnatternde Gänse über mich hinweg fliegen zu sehen und zu hören... immer ein Garant für ein Lächeln in meinem Gesicht.

Sonntag, 17. Mai 2015

Buchs - immer noch meine große Leidenschaft

Immer wieder werde ich von Euch gefragt, wie es denn meinem Knotengarten geht. Meine große Leidenschaft für Buchs ist Euch ja sicher bekannt und in den letzten Jahren habe ich auch immer wieder mal davon berichtet, dass ich den Kampf gegen den allgegenwärtigen Buchsbaumpilz aussitze und die Zeit für mich arbeiten lasse *lach*.

Einen Garten ohne Buchs kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen - mit seiner ruhigen Struktur und seiner angenehm kräftigen Farbe ist er für mich der IDEALE Partner in allen Rabatten. Ich liebe es, ihn anzuschauen und zu schneiden.

Aber wie geht es nun dem Knotengarten, den ich vor fünf Jahren mit so viel Enthusiasmus gepflanzt habe?


Tja, was soll ich sagen?
In all den Jahren hat der Knoten nicht so gesund und kräftig ausgesehen, wie in diesem Jahr. 



In der letzten Woche habe ich  den Knoten frisch geschnitten und dabei festgestellt, dass er sich ganz wunderbar entwickelt hat - seine Farbe ist kräftig-grün und er ist - vor allen Dingen an den Seiten - stark ausgetrieben und kraftvoll.


Warum der "gesunde" Buchs so gut aussieht, möchtet Ihr wissen? Ich möchte Euch heute von einem Stärkungsmittel erzählen, von dem ich selber erst Anfang des Jahres in einer der gängigen Gartenzeitschriften gelesen habe. Und ich möchte ausdrücklich drauf hinweisen, dass dieser Post nicht gesponsert ist. Lediglich meine ganz persönliche Meinung gibt dieser Beitrag wieder. Vielleicht kann einigen von Euch ja mein Erfahrungsbericht weiterhelfen...


Seit ungefähr drei Monaten verwende ich das Pflanzenstärkungsmittel SIAPTON, das ich seitdem alle drei bis vier Wochen auf meine Buchspflanzen aufgesprüht habe. SIAPTON ist rein organisch und enthält natürliche Eiweißverbindungen, die von den Pflanzen sofort über Blatt und Wurzel aufgenommen und verarbeitet werden. 


Schon nach wenigen Anwendungen zeigt sich die Wirkung durch eine intensive Grünfärbung der Blätter - so schreibt es der Hersteller in seinem Beipackzettel - und ich muss sagen: alles stimmt absolut und ich hatte seit Jahren nicht mehr so einen gesunden und kräftigen Buchs in meinem Garten!


SIAPTON wirkt vorbeugend gegen den Buchsbaumpilz, also gesunde Pflanzen werden mit dem Mittel gestärkt und so gegen Pilzerkrankungen besser geschützt. Ich habe SIAPTON in meinem Garten auf alle Buchspflanzen gegeben, also auch auf die Befallenen. Und auch hier habe ich eine deutliche Verbesserung festgestellt.


Es ist sogar möglich - bei Bedarf - die SIAPTON-Mischung mit Pflanzenschutzmitteln zu kombinieren. Dies habe ich auch bereits zweimal getan. Dies muss man selbstverständlich nicht tun - denn SIAPTON allein kann auch im ökologischen Anbau verwendet werden...


Sollte es also wirklich unter meinen Lesern noch jemanden geben, der noch Buchs in seinem Garten hat (gibt es noch welche?), dann kann ich Euch wirklich mit gutem Gewissen den Einsatz von SIAPTON empfehlen.  Wer mag, kann sich hier noch weiter darüber informieren...



Wie sieht es denn bei Euch aus? Habt Ihr den Kampf schon aufgegeben? Oder gibt es vielleicht unter Euch auch schon Gärtner, die SIAPTON ausprobiert haben? Wie sind Eure Erfahrungen damit?



Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir über Eure Buchserfahrungen berichten würdet und wünsche Euch noch einen wunderschönen Sonntag!

Freitag, 15. Mai 2015

Unsere neue Einfahrt

Heute möchte ich Euch gerne endlich die Verwandlung unserer alten Einfahrt zeigen. Als wir Anfang diesen Jahres folgende Zeichnung von unserem Garten- und Landschaftsbauer präsentiert bekamen, gefielen mir auf Anhieb die zukünftig geschwungenen Linien, die sich gut in unser gesamtes Gartenkonzept einfügen würden.


Bevor es mit den Arbeiten vor dem Haus losging, präsentierte sich unsere Einfahrt noch trostlos. Sie war einfach in die Jahre gekommen, der Unterbau hatte nachgegeben und die Steine waren abgesackt. Es hatten sich tiefe Spurrinnen gebildet - das ständige Befahren mit dem Auto hatte sein Übriges getan.



Unten seht Ihr unsere Kellerfensterabdeckung - hier wird besonders deutlich, wie stark die ganze Einfahrt abgesackt war. Hilfe war wirklich dringend nötig!


Auch vor der Haustür hatte die Pflasterung stark gelitten. Viele Winter mit Frost hatten die Fugen größtenteils herausgelöst, alles war vermoost, Unkrautwuchs war zwischen den Fugen an der Tagesordnung.


Wie aufgeregt ich war, als es dann vor dem Haus endlich losging, brauche ich wohl nicht zu erwähnen *lach*.


Nachdem die alten Steine entfernt worden waren, wurde der Untergrund neu befestigt und schon konnte es auch an die neue Gestaltung gehen. Die sah für mich zunächst etwas "futuristisch" aus *lach*, denn überall wurden die geschwungenen Linien der zukünftigen Pflasterflächen mit Cortenstahlbändern eingefasst.


Einige Bereiche wurden aufwändig mit kleinen Natursteinen neu belegt - man beachte die kleinen "Bögen", die auf sehr kleinem Raum ihren Platz finden mussten.


Gegen Ende der Maßnahme konnte man schon gut erkennen, wie es später einmal aussehen würde. Zum Schluss mussten nur noch die letzten grauen Randsteine zugeschnitten werden....



.... und dann konnten wir uns endlich - nach vielen Jahren des Zögerns - an unserer neuen Einfahrt erfreuen. Und ich freue mich natürlich, sie Euch heute in ihrer neuen Pracht zeigen zu können:




Durch den Wegfall der Buchshecken haben wir eine deutlich breitere Einfahrtfläche erreicht, die das Einparken hier etwas erleichtert. Die Hecken sind übrigens nach hinten an unser Terrassenbeet gewandert und wachsen dort hoffentlich wieder gut an.


In dem Kiesbeet befinden sich übrigens drei riesige Kanalschächte, die nicht entfernt werden durften. Deswegen haben wir uns für einen Belag mit Kies entschieden, damit wir jederzeit Zugriff zu den Schächten haben. In die wenigen vorhandenen Zwischenräume habe ich einige Buchskugeln verteilt, die hoffentlich bald an Größe gewinnen werden.



Die Kiesbeetbegrenzung und auch die seitliche Abgrenzung zur Hecke der Nachbarin besteht auch hier aus Cortenstahl, den wir ja auch auf unserer Terrasse verwendet haben. Unten könnt Ihr sehen, dass der Stahl schon ganz langsam anfängt, eine rostige Struktur zu entwickeln ... dies ist gewollt und auch so beabsichtigt. In einigen Monaten wird die Witterung dazu geführt haben, dass der gesamte Cortenstahl diese rostige Optik angenommen hat.


Zu Beginn war der neue Eingangsbereich auch für uns noch sehr ungewohnt und wir haben einige Tage immer mal wieder erstaunt nach draußen geschaut *lach*. Wir freuen uns sehr über diese gelungene Veränderung, zumal ganz bald auch noch zwei Cortenstahl-Würfel vor der Haustür ihren Platz finden werden, die man entweder zum Sitzen nutzen kann, oder - einfach umgedreht - auch bepflanzen könnte.

Unser Haus hat mit der neuen Einfahrt ein moderneres und frischeres Aussehen bekommen...findet Ihr nicht auch?

Donnerstag, 14. Mai 2015

Giethoorn, Teil I

Meine Lieben, heute müsst Ihr SEHR tapfer und stark sein!
Heute werdet Ihr vor lauter Ahhhs und Ohhhs gar nicht mehr wissen, in welchen Cottagetraum Ihr denn nun ziehen möchtet, denn ich verspreche Euch: Jedes der kleinen Rosamunde-Pilcher-Häuser ist bezaubernd und lässt Eure kühnsten Träume wahr werden *lach*.

Wovon ich spreche? Na, von Giethoorn in den Niederlanden - das Venedig des Nordens! Dort war ich nämlich am vergangenen Wochenende - zusammen mit meiner liebsten Freundin Yvonne. Jedes Jahr fahren wir beide für ein Wochenende in die Weltgeschichte hinaus und erkunden neue Gegenden (und natürlich auch Einkaufszentren *lach*).

Dieses Jahr führte uns unser Ausflug nach Giethoorn. Ein kleines Dörfchen im Norden der Niederlande, das bekannt ist für seine traumhaften, reetdachgedeckten Häuschen, malerischen Gärten und plätschernden kleinen Grachten, die sich durch das ganze Dorf ziehen.

Nun genug geschwafelt, lasst uns loslegen! Aber sagt hinterher nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt...




Hier *klick* könnt Ihr übrigens alles über Giethoorn und seine Sehenswürdigkeiten erfahren.




Wir hatten ein reizendes kleines Appartment in einem eigenen Cottagehaus. Unsere Vermieter wohnten direkt nebenan und zwar in dem kleinen Traum dort unten:


Versteht Ihr, dass ich nach zwei Tagen gar nicht mehr hier weg wollte *lach*? 


Oben seht Ihr übrigens meinen persönlichen Favoriten! Hach, wie gerne würde ich diesen Traum mein Eigen nennen. Obwohl: gerade in den Sommermonaten ist der Ort natürlich von Touristen überlaufen - da müssen wir uns nichts vormachen. Ob es dann so eine Wohltat ist, hier zu leben, möchte ich bezweifeln. Wir hatten den Vorteil, dass wir schon frühmorgens und auch noch spätabends durch den Ort flanieren konnten. Zu diesen Zeiten sind die Busladungen mit Japanern natürlich schon wieder weg *lach*.






Das Häuschen unten ist übrigens der absolute Favorit meines Sohnes. Die roten Fensterläden hatten es ihm direkt angetan...






Es gibt in Giethoorn übrigens keine richtigen Straßen und somit natürlich auch keine Autos! Fast jedes Haus hat seine persönliche Brücke, über die man - vorsichtig, weil sehr steil - zur Haustür gelangt.

 


Jeder Eigentümer ist hier im Besitz eines eigenen Bootes, um durch die kleinen Grachten zum Einkaufen zu gelangen. Selbst der Müll wird hier mit Booten abgeholt und auch die Feuerwehr und die Polizei kommen mittels ihrer Boote schnell zu ihrem Einsatzort.







 In Giethoorn gibt es natürlich auch einige wenige kleine Dekolädchen, die einen Besuch lohnen. Denn wenn die Holländer eins können, dann ist es Deko! Wir hätten uns am liebsten den ganzen Kofferraum mit all den tollen Dingen vollgeladen, die man sonst nur aus den einschlägigen Wohnzeitschriften kennt...




Ich habe an diesem kurzen Wochenende unglaubliche 360 Bilder in Giethoorn gemacht - seid Euch gewiss, dass Ihr noch lange nicht alles gesehen habt. Und deswegen gibt es auch noch einen zweiten Giethoorn-Post für Euch. Ich hoffe, Ihr könnt noch.....?